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Android

Bald auf einem Bildschirm in eurer Nähe



Heute Morgen haben wir 6.000 Entwickler zu unserer 7. jährlichen Entwicklerkonferenz Google I/O begrüßen können. Zu den persönlich anwesenden Besuchern in San Francisco sind Millionen weitere hinzugekommen, die die I/O über Livestream und auf 597 I/O Extended-Veranstaltungen in über 90 Ländern auf sechs Kontinenten verfolgt haben.

Wir haben uns zu einem für Google und unsere Entwickler-Community sehr aufregenden Zeitpunkt getroffen. Eine Milliarde von euch nutzen bereits weltweit ein Android-Gerät. Eine Milliarde! Wir schätzen, dass täglich mehr als 20 Milliarden Textnachrichten verschickt, 1,5 Billionen Schritte mit einem Android-Gerät zurückgelegt und geschätzte 93 Millionen “Selfies” erstellt werden.

Heute haben die Entwickler einen ersten Blick auf unser bisher ehrgeizigste Android-Version werfen können. Mit über 5.000 neuen APIs (für die “Nicht-Techies”: Application Programming Interfaces) entwickeln wir die Android-Plattform so weiter, dass Entwickler noch ansprechendere und beeindruckendere mobile Erlebnisse schaffen können.

Aber über das Smartphone hinaus sind viele von uns den ganzen Tag von zig Bildschirmen umgeben: zu Hause, bei der Arbeit, im Auto oder sogar am Handgelenk. Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir in unsere beiden beliebten, offenen Plattformen Android und Chrome investieren können, um es euch zu ermöglichen, einfach und intuitiv vom Smartphone, Tablet und Laptop zum Fernseher, Auto oder sogar zu eurer Uhr zu wechseln.

Diese Frage wurde heute für die I/O-Zuschauer beantwortet. Hier sind einige Highlights:


Unterwegs: Android Wear und Android Auto
Die meisten schauen mehr als 150 Mal pro Tag auf ihr Smartphone. Oft lesen sie eine SMS, sehen sich einen Hinweis an oder rufen eine andere Information ab. Dabei wird viel Zeit damit verbracht, Passwörter freizuschalten - entweder via Wischen mit dem Finger über den Touchscreen oder durch Eingabe des Passworts. Das sind viele unnötige Daumenübungen, während die Hände leicht für andere Dinge frei sein könnten.

Hier kommt Android Wear ins Spiel. Es verlegt Android mit seinem Ökosystem von Apps an die gewohnte Stelle für „tragbare Geräte“: euer Handgelenk. Ihr erhaltet die benötigten Informationen schnell und auf einen Blick, so wie ihr es von eurer Uhr gewohnt seid. Sagt einfach „Ok Google“, um Fragen zu stellen oder Aufgaben zu erledigen. Lasst euch durch einen Alarm anzeigen, wenn es Zeit ist, zum Abendessen aufzubrechen. Ruft ein Taxi, das euch dort hinbringt. Informiert euch über den Verkehr auf der Route. Wenn ihr euch hingesetzt habt, schickt einem Freund eine SMS. Das alles findet ihr direkt an eurem Handgelenk, leicht zu sehen, wann immer ihr möchtet. Wir haben heute bekannt gegeben, dass zwei Wear-Geräte, die LG G Watch und die Samsung Gear Live, ab sofort bei Google Play bestellt werden können; die Moto 360 von Motorola wird in den kommenden Monaten erhältlich sein. Eure Daumen werden es euch danken.

Es ist die eine Sache, einfach von unterwegs am Handgelenk nachzusehen, was gerade gebraucht wird. Aber wie sieht es aus, wenn ihr im Auto sitzt? Wir verbringen viel Zeit damit, im Auto mit unseren Smartphones zu spielen: Routenführung, Verkehrsnachrichten, die Suche nach der richtigen Musik-Playlist. Das ist unbequem und ‒ offen gesagt ‒ gefährlich.

Android Auto, das wir heute den Entwicklern vorgestellt haben, kümmert sich für euch darum und zwar einfach und schnell. Verbindet euer Android-Handy einfach mit einem Fahrzeug mit Android Auto und euch stehen eine Turn-by-Turn Navigation von Google Maps, eure Playlist- und Radiosender-Sammlungen über Play Music, eine einfache Sprachsuche und Erinnerungen von Google Now direkt zur Verfügung. Zugriff besteht über die Fahrzeugsteuerung und, was noch wichtiger ist, ihr werdet nicht vom Verkehr abgelenkt. Android Auto wird noch in diesem Jahr in Fahrzeugen zu sehen sein.

Im Wohnzimmer: Chromecast und Android TV
Ihr steigt also aus dem Auto aus und befindet euch jetzt nach einem langen Tag zu Hause vor eurem Fernseher. Im letzten Sommer haben wir Chromecast herausgebracht, ein kleines, erschwingliches Gerät, mit dem ihr Online-Videos, Online-Musik und alles, was das Netz bietet, am Fernsehbildschirm ansehen könnt. Nach einem Update ist es nun noch leistungsfähiger und einfacher in der Handhabung. Es bietet Funktionen wie die Anzeige von Inhalten auf einem Fernsehbildschirm außerhalb eines WLAN-Netzwerks, einen anpassbaren Homescreen mit persönlichen Fotos oder wunderschöner Kunst, und die genaue Wiedergabe von Inhalten auf dem Android-Smartphone oder Tablet-Bildschirm direkt auf dem Fernsehbildschirm.

Und nun bringt Android TV zusätzlich zu Chromecast all eure Lieblings-Apps und Lieblingsspiele in euer Wohnzimmer. Android wird über eine Set-Top-Box oder als Teil des Fernsehgerätes direkt mit euren Fernseherlebnissen verschmelzen. Ihr könnt über die Sprachsuche eine Live-Fernsehshow, einen guten Film von Google Play oder ein Musikvideo von YouTube suchen. Und, weil es Android ist, werdet ihr eure Android-Lieblingsspiele für den Fernseher neu konzipiert und mit einem Gamepad spielen können. Android TV, das wie Chromecast die Google Cast-Technologie unterstützt, wird mit Produkten einer Reihe von Unternehmen aus der Unterhaltungselektronik noch in diesem Jahr erhältlich sein.

Für die nächste Milliarde: Android One
All diese erstaunlichen Multi-Screen-Erlebnisse können mit einem Smartphone und einer Internetverbindung erlebt werden. Viele Menschen – tatsächlich Milliarden von ihnen – haben jedoch immer noch keinen Zugang zu einem Smartphone. Das möchten wir ändern, deshalb haben wir heute eine wichtige Initiative mit der Bezeichnung Android One angekündigt. Zusammen mit unseren Ökosystem-Partnern arbeiten wir an einem umfassenden Ansatz, um die Bedürfnisse im mobilen Computing in aufstrebenden Märkten zu befriedigen. Android One wird kostengünstige Einstiegs-Smartphones von guter Qualität mit erschwinglichen Tarifen möglich machen. Unsere Partner werden in Indien im Herbst dieses Jahres ein Einstiegssortiment von Android One-Smartphones im Bereich von unter 100 $ einführen, die dann später auch in anderen Ländern angeboten werden sollen. Wir haben uns schon lange gefragt, welches Potenzial freigesetzt werden könnte, wenn Menschen überall Zugang zur neuesten Technologie und zu den Informationen dieser Welt hätten. Nun ist es an der Zeit, das herauszufinden.

Entwerfen, entwickeln, vertreiben
Alles in allem sind Android und Chrome die Plattformen, die diese Erlebnisse ermöglichen, aber die Produkte, die Entwickler auf ihnen aufbauen, erwecken die Sache erst zum Leben. Auf der Google I/O können wir ihnen zeigen, was wir vorhaben: sei es ein neuer Designansatz, neue Tools für Entwickler oder neue Möglichkeiten, die nächste Milliarde zu erreichen.

Euch Entwicklern dort draußen gilt ausnahmslos unser Dank für alles, was ihr leistet. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was ihr als nächstes entwickeln werdet.