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Auf die nächsten 15 Jahre Google Maps

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Für viele von uns ist es selbstverständlich, dass so viele Informationen über die Welt jederzeit mit nur einem Klick zur Verfügung stehen. Aber erinnert ihr euch noch an die Zeit, als ihr euch auf Reisen durch ausgedruckte Navigationshinweise geblättert habt, während ihr gleichzeitig eine Hand am Lenkrad hattet und den Verkehr im Auge behalten musstet? Damals war auch noch gar nicht dran zu denken, Verkehrsupdates in Echtzeit zu erhalten oder ein Restaurant auf eurer Route zu finden. Ungefähr zu dieser Zeit – vor 15 Jahren – haben wir Google Maps gestartet, mit dem ambitionierten Ziel, die Welt zu kartografieren.


Ich erinnere mich noch an frühe Versionen von Google Maps. Ich war so beeindruckt davon, wie einfach Nutzer sich auf einmal durch die Welt navigieren konnten. Eine meiner frühesten Erinnerungen ist, als ich Teil des Teams war, welches an der Benutzerfreundlichkeit gearbeitet hat. Damals gab es noch keine Smartphones, weshalb wir uns eingehend mit der Frage beschäftigt haben, wo wir am besten den „Drucken“-Button auf der Seite platzieren sollten, damit Nutzer ihre Wegbeschreibung auch mitnehmen konnten.

Seitdem hat sich zum Glück viel geändert. Google Maps hat mehr als 220 Länder kartografiert, Informationen für etwa 200 Millionen Orte und Unternehmen erfasst und Milliarden von Menschen geholfen, auf schnellstem Weg von A nach B zu kommen. Anfangs haben wir uns vor allem auf die  Frage konzentriert: „Wie komme ich von hier nach dort?“ Im Laufe der Zeit hat sich unsere Mission weiterentwickelt: Wir wollen nicht nur, dass ihr euer Ziel bestmöglich erreicht, sondern euch auch dabei helfen, die Umgebung zu erkunden, wenn ihr angekommen seid.
Diese Woche feiern wir Geburtstag – Zeit für uns, zu reflektieren, wie sich die Definition dessen, was eine Karte leisten kann, verändert hat und wie maschinelles Lernen uns noch weiter voranbringen wird.

Sich auf der Welt zurechtfinden: Von der einfachen Wegbeschreibung bis zu Live View

Vor fünfzehn Jahren war es normal, Wegbeschreibungen auszudrucken. Der Gedanke, dass das Handy euch navigiert, während ihr euch selbst auf die Straße konzentrieren könnt, schien damals revolutionär. 2009 leistete Google Maps Pionierarbeit im Bereich der mobilen Schritt-für-Schritt-Navigation – seitdem haben wir unter anderem Wegbeschreibungen für Fußgänger, Fahrradfahrer sowie Bus- und Bahnfahrende hinzugefügt. Unser Ziel: euch bei jeder Fahrt mit jedem Verkehrsmittel zu unterstützen. Da Menschen zunehmend verschiedene Verkehrsmittel nutzen, wenn sie unterwegs sind – zum Beispiel zu Fuß zum Bahnhof laufen und dann mit einer Mitfahrgelegenheit zum Ziel fahren – besteht eine unserer nächsten Herausforderungen darin, diese Navigationsoptionen und Vorhersagen zusammenzufügen.

Wegbeschreibungen allein sind aber nicht genug: Wir helfen euch auch dabei, schneller und bequemer anzukommen, indem wir euch beispielsweise mit relevanten Echtzeitinformationen wie Live-Verkehrswarnungen, Prognosen zur Auslastung eures Busses und verfügbare E-Scooter  versorgen. Und wir haben Technologien wie Augmented Reality (AR) eingesetzt, um die Karte zum Leben zu erwecken. Letztes Jahr haben wir Live View eingeführt, bei der AR, KI und eure Smartphone-Kamera verwendet werden, um euch die Umgebung mit virtuellen Pfeilen und Hinweisen zu zeigen. Denn wer von euch kennt es nicht, erstmal fünf Minuten in die falsche Richtung zu laufen, bis ihr es merkt (mir ging es auf jeden Fall schon so!).

Ankommen und die Welt entdecken

Wir sind davon überzeugt, dass eine Karte viel mehr ist, als eine große Masse aus Festland und Meeren – und dass eine Stadt mehr ist als ein Straßennetz. Schließlich gibt es so viele Dinge, die meine Heimatstadt so besonders machen: das Frühstücksrestaurant mit meinem Lieblings-Gemüseomelette, der Hundefriseur, der meinen Vierbeiner immer wieder perfekt in Form bringt und die Pizzeria mit dem Kickertisch, an dem meine Kinder immer ein paar Partien gegeneinander spielen, während wir aufs Essen warten. Eine wirklich hilfreiche Karte spiegelt all diese lokalen Einblicke wider und hilft Nutzern, Orte zu finden, die zu ihnen passen – und genau das war unser Fokus in den letzten Jahren bei Google Maps. Bis vor kurzem habt ihr, wenn ihr eine Pizza essen wolltet, eine Liste von 20 Pizzerien in der Nähe angezeigt bekommen. (Und noch früher musstet ihr schon vorher zu Hause am Computer nach der Liste suchen – oder wenn ihr schon unterwegs wart, auf der Straße dem Geruch von geschmolzenem Käse folgen). Jetzt können wir euch helfen, alle Pizzerien in der Nähe zu finden, die Öffnungszeiten mitzuteilen, wie voll sie ungefähr sein werden und wo es anderen Nutzern am besten geschmeckt hat. Wenn ihr euch dann entschieden habt, wohin ihr essen gehen wollt, könnt ihr ganz einfach über Google Maps einen Tisch reservieren oder direkt aus der App beim Restaurant anrufen.

Um dies in großem Maße anbieten zu können, müssen wir uns auskennen und wissen, welche Geschäfte und Orte es gibt – und hier kommt unsere aktive Community ins Spiel. Jeden Tag steuern Nutzer mehr als 20 Millionen Beiträge zu Google Maps und der Google Suche bei – wie Fotos, Rezensionen und Bewertungen. Diese Beiträge machen Google Maps kontinuierlich besser und nützlicher für alle. Sie ermöglichen es auch, dass wir Funktionen wie beliebte Gerichte in Restaurants, aktuelle Straßensperrungen und barrierefreie Routen anzeigen können. Außerdem soll euch Google Maps auch beim Erledigen von Dingen unterstützen, also beispielsweise dass ihr nach einem Kino sucht und direkt Tickets buchen könnt.

Die Technik hinter der Zukunft von Google Maps

Die Welt verändert sich ständig – neue Straßen kommen hinzu, Buslinien werden geändert und Naturkatastrophen verändern Routen. Deshalb muss eine Karte ständig aktualisiert werden, um umfassend und genau zu sein. Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz helfen uns dabei, Karten zu erstellen und so qualitativ hochwertiges Material und lokale Informationen schneller in weite Teile der Welt zu bringen. So haben wir zum Beispiel mit unserem Data Operations-Team zusammengearbeitet, um gängige Gebäudeumrisse manuell nachzuzeichnen, und dann unsere maschinellen Lernmodelle darauf trainiert, Gebäudekanten und -formen zu erkennen. Dank dieser Technik haben wir im letzten Jahr ebenso viele Gebäude erfasst wie in den zehn vorangegangenen Jahren zusammen. An anderer Stelle hilft uns das maschinelle Lernen, auch handgeschriebene Gebäudenummern zu erkennen, die selbst für einen Passanten im Auto schwer zu erkennen wären. Das ist besonders wichtig, wenn wir Gebiete kartografieren, in denen formale Straßenschilder und Hausnummern selten sind. Allein in Lagos, Nigeria, hat uns das maschinelle Lernen dabei geholfen, 20.000 Straßennamen, 50.000 Adressen und 100.000 neue Geschäfte hinzuzufügen – und so die Karte mit lokalen Orten und Unternehmen zu erweitern, über die es früher nur wenig detaillierte Informationen gab.

Die Karte für die nächsten 15 Jahre

Während wir unseren Geburtstag feiern und bereits auf die nächsten 15 Jahre blicken,  haben wir einige neue Updates für euch, darunter einen neuen Look für die App und weitere Informationen für Pendler. Und wir haben unser Google Maps-Symbol aktualisiert, das jetzt für die Entwicklung steht, die wir mit Google Maps schon gemacht haben.  Als wir angefangen haben, die Welt in Google Maps zu erfassen, war uns bewusst, dass wir uns einer Herausforderung stellen. Aber selbst nach 15 Jahren finde ich es immer noch überwältigend, wie gigantisch diese Aufgabe tatsächlich ist. Es geht nicht nur darum, die physische Welt zu verstehen und zu kuratieren, sondern auch darum, diese  Informationen unseren Nutzern auf eine Weise aufzubereiten, die ihnen dabei hilft, sich in der Welt zurechtzufinden, sie zu entdecken und Dinge zu erledigen. Die reale Welt ist unendlich detailliert und verändert sich ständig, so dass unsere Arbeit nie zu Ende sein wird.