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Google Suche

Die Google-Suche fit machen für die Zukunft

Ich bin in Indien aufgewachsen und hatte das Glück, eine gute Bibliothek nutzen zu können: die des British Council. Sie war  nach westlichen Maßstäben bescheiden, und ich musste mit zwei verschiedenen Bussen fahren, um dorthin zu kommen.

Es gab aber leider viele Kinder, die keine Bibliothek in der Nähe hatten, insofern konnte ich mich glücklich schätzen. Dieser Zugang zu Informationen hat mein Leben verändert und dazu geführt, dass ich Informatik in den USA studieren konnte, was mir wiederum eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet hat, von denen ich sonst nur hätte träumen können.

Ein Foto aus einer indischen Stadt

Die Bibliothek des British Council in Bens Heimatstadt

Als Google vor 20 Jahren gegründet wurde, haben wir uns das Ziel gesetzt, die Informationen dieser Welt zu organisieren und allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Das war schon damals ein sehr ehrgeiziger Plan, obwohl das Internet 1998 aus nur 25 Millionen Webseiten bestand (was ungefähr der Anzahl der Buchseiten in einer kleinen Bibliothek entspricht).

Heute haben wir hunderte Milliarden von Seiten in unserem Index – mehr Informationen, als in allen Bibliotheken der Welt Platz hätten. Wir versorgen Menschen in aller Welt mit Informationen und bieten die Google-Suche in mehr als 150 Sprachen und über 190 Ländern an.

In all diesen Jahren sind wir unserer Mission treu geblieben. Tatsächlich ist unser Fokus immer noch, mehr Menschen Zugang zu mehr Informationen zu ermöglichen – genau wie am ersten Tag. Diese grundlegende Philosophie hinter der Google-Suche ist dieselbe geblieben, auch wenn sich die Technologie und die zur Verfügung stehenden Informationen seit unseren Anfängen in fast jeder Hinsicht grundlegend verändert haben.

  • Zu allererst stellen wir den Nutzer in den Mittelpunkt. Egal, ob ihr nach Rezepten sucht, fürs Examen lernt oder herausfinden wollt, wo ihr bei der Wahl eure Stimme abgeben könnt – wir versorgen euch mit den Informationen, die ihr braucht.
  • Wir wollen euch stets die relevantesten und nützlichsten Informationen zur Verfügung stellen, und das möglichst schnell. Das war schon so, als Google seinen PageRank-Algorithmus entwickelt hat – die Grundlage der Google-Suche. Und das ist auch heute noch so.
  • Wir verarbeiten jeden Tag Milliarden von Suchanfragen, und 15 % davon sind neu und werden zum ersten Mal gestellt. Eine solche Anzahl lässt sich nur durch einen Algorithmus effektiv bewältigen. So können wir nicht nur die uns bekannten Suchanfragen schnell beantworten, sondern auch alle neuen, die in Zukunft gestellt werden.
  • Wir unterziehen jeder Veränderung, die wir vornehmen, gründlichen Tests. Ein wichtiger Teil dieser Tests sind unsere “Rater Guidelines”, die die Ziele der Google-Suche definieren und für jeden öffentlich zugänglich sind. Jede Änderung wird durch Tests evaluiert und von Ratern mithilfe der Richtlinien bewertet. Allein letztes Jahr haben wir mehr als 200.000 Tests durchgeführt, die mehr als 2.400 Änderungen an der Suche zur Folge hatten. So wird die Google-Suche ständig verbessert, um euch immer bessere Ergebnisse zu liefern.
Zum 20. Geburtstag von Google möchte ich mit euch einen Blick auf die Zukunft der Google-Suche werfen – wie schaffen wir es, mehr Informationen für mehr Menschen in aller Welt nutzbar zu machen?

Dabei stehen drei große Veränderungen der Google-Suche im Mittelpunkt:

  • Aktivitätskärtchen, Sammlungen & Co: Damit ihr möglichst reibungslos arbeiten oder neuen Hobbies und Interessen nachgehen könnt, bauen wir neue Funktionen in die Google-Suche ein, die euch immer mit den richtigen Informationen versorgen.
  • Discover: Wir können euch nützliche Informationen anzeigen, die auf euren Interessen basieren, damit ihr immer auf dem Laufenden seid – auch wenn ihr gerade keine bestimmte Frage stellt
  • Neue Funktionen bei Google Bilder: Wir bauen mehr visuelle Elemente in die Google-Suche ein und gestalten Google Bilder komplett neu, damit ihr Informationen schneller finden könnt.

Die Grundlage dieser neuen Funktionen sind die Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz – jetzt können wir Sprache auf eine Weise verstehen, die noch nicht möglich war, als Google gegründet wurde. Diese neuen Entwicklungen sind unglaublich spannend, denn als ich vor 20 Jahren anfing, neuronale Netze zu erforschen, funktionierten diese noch nicht wirklich gut. Oder eher überhaupt nicht.

Jetzt aber haben wir den Punkt erreicht, an dem neuronale Netze uns einen entscheidenden Schritt weiterhelfen, wenn es darum geht, nicht nur Worte zu verstehen, sondern Konzepte. Mit sogenannten “Neural Embeddings”, einer Form neuronaler Netze, können wir Worte in allgemeinere Darstellungen der zugrundeliegenden Konzepte verwandeln. Diese Konzepte können wir in der Suchanfrage mit den Konzepten der Websites abgleichen. Diese Methode nennt man “Neural Matching”. Auf diese Weise können wir Suchanfragen wie “Warum sieht mein Fernseher so komisch aus?” beantworten und die passenden Ergebnisse liefern, selbst wenn der genaue Wortlaut nicht auf der Website enthalten ist. (Den Grund dafür nennt man übrigens Soap Opera Effect).

Es ist natürlich praktisch, sofort die richtigen Antworten zur Frage nach dem Fernseher zu finden – aber Künstliche Intelligenz kann noch viel mehr. Ob es darum geht, potenziell durch eine Überflutung gefährdete Gebiete vorauszusagen oder euren Traumjob zu finden: Mithilfe von KI können wir viel besser und schneller die passenden Informationen liefern.

Ich habe von Anfang an an der Google-Suche mitgearbeitet, und eins der Dinge, die mich daran bis heute inspirieren, ist unsere zeitlose Mission. Mehr Menschen einen besseren Zugang zu Informationen zu ermöglichen ist die Grundlage unserer Arbeit – und es gibt immer neue Wege, unsere Nutzer mit den passenden Informationen zu versorgen. Das treibt uns an, die Google-Suche ständig weiterzuentwickeln, und das ist der Grund, weshalb unsere Aufgabe nie erledigt sein wird.