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Vor 100 Jahren stellte die Mathematikerin Dr. Emmy Noether einen Antrag auf Habilitation an der Universität Göttingen. Zu diesem Zeitpunkt war die 33-jährige bereits eine deutschlandweit bekannte und anerkannte Expertin der theoretischen Mathematik. Jedoch mussten weitere vier Jahre vergehen, bis ihrem Antrag dank einer Ausnahmegenehmigung bereits ein Jahr vor der Einführung des Habilitationsrechts für Frauen zugestimmt wurde. Sie war damit die zweite deutsche Frau, die in Mathematik promovierte und die erste, die in diesem Fach habilitierte - und das zu einer Zeit, in der der Frauenanteil bei Studierenden unter 10 Prozent lag. Mit einem Doodle gratulieren wir ihr heute herzlich zu ihrem Geburtstag und würdigen ihre herausragenden Leistungen für die Mathematik und grundlegenden Beiträge zur theoretischen Physik sowie ihre besondere Rolle als Frau in der Wissenschaft.

Heute steht glücklicherweise Mädchen wie Jungen der Zugang zu weiterführenden Schulen und Universitäten offen. Knapp die Hälfte aller Studierenden und fast 30 Prozent der Habilitierenden sind heutzutage weiblich. In mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern hingegen sind Frauen weiterhin unterepräsentiert. Zwar hat sich die Situation seit Emmy Noethers Studien- und Lehrjahren merklich verbessert, trotzdem schrecken viele junge Frauen noch vor dieser Fächerwahl zurück.

Google setzt sich dafür ein, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer ökonomischen Situation und ihrer Herkunft, gleichberechtigten Zugang zu Bildung in allen Fachbereichen haben. Wir sind davon überzeugt, dass eine frühe Begeisterung und ein spielerisch-gestalterisches Heranführen an Technik, Wissenschaft und Experimentieren entscheidend zur Berufswahl von Mädchen und natürlich auch Jungen beiträgt. Deswegen unterstützen wir Organisationen weltweit, die sich mit innovativen Konzepten für die Förderung von Bildung im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich einsetzen und investieren auch viel Zeit, Kraft und Liebe in eigene Projekte.

Die Google Science Fair ist ein Wettbewerb für Nachwuchsforscherinnen und -forscher zwischen 13 und 18 Jahren. Noch bis 18. Mai können Jugendliche allein oder im Team ihre Projekte einreichen. Wer mitmachen möchte, aber noch keine zündende Idee hat, kann einen Blick auf den Ideengenerator werfen. Bestimmt ist etwas passendes dabei. Wir freuen uns auf neue Entdeckungen und Erfindungen!

Zur Inspiration können sich Kinder und Jugendliche auch einer Roberta AG anschließen und dort ihre eigenen Roboter bauen und programmieren. Mit der neuen Online-Entwicklungsplattform Open Roberta ist das sogar von überall und auf jedem Gerät möglich. Google unterstützt das Fraunhofer Institut dabei, Kinder und Jugendliche so spielerisch an Technik heranzuführen.

Auf dem von uns gesponserten Hackathon Jugend hackt können Jugendliche ihre Programmierkenntnisse unter Beweis stellen. Ein Hackathon ist eine Veranstaltung für Programmierer/innen und Designer/innen, bei der es darum geht, innerhalb eines bestimmten Zeitraums Ideen für Softwareprojekte zu entwickeln – und diese Projekte dann gemeinsam mit Unterstützung von erfahrenen Mentoren in die Tat umzusetzen. Wie das genau aussieht, erklärt Zora im Videorückblick von Jugend hackt 2014.

Es ist eine spannende Welt und mit neuen Ideen können wir alle sie noch spannender machen – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Herkunft!