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Auf den Spuren von Südafrikas Freiheitskämpfern



Am 27. April 1994 wurde Nelson Mandela in den ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende des Apartheid-Regimes zum Präsidenten von Südafrika gewählt. Der heute als „Freedom Day“ bekannte Tag ist in Südafrika und der ganzen Welt zum Symbol der Hoffnung geworden. Zur Erinnerung an dieses historische Datum hat sich Google mit dem Robben Island Museum zusammengetan, um die Geschichte und die Bilder dieses Unesco-Welterbes für die ganze Welt verfügbar zu machen.

Robben Island ist die Insel, auf der Nelson Mandela und viele andere südafrikanische Freiheitskämpfer in ihrem Streben nach Gleichberechtigung gefangen gehalten wurden und die als Symbol für Südafrikas Freiheitskampf gilt. Mit der Online-Tour und Google-Maps-Galerie könnt ihr Robben Island jetzt besichtigen.

Wer einmal in Mandelas ca. 2,5 x 2 Meter großen Gefängniszelle gestanden hat, kann nur schwer glauben, dass hier jemand 18 Jahre lang leben musste. Während ihr auf der Tour den historischen Ort besichtigt, könnt ihr auf Fotos sehen, wie die Zelle während seiner Gefangenschaft aussah. Man kann sich leicht vorstellen, wie Mandela am winzigen, mit Büchern und Dokumenten gefüllten Schreibtisch saß und an einer Zukunft in Freiheit für alle arbeitete.

Robben Island war auch der Ort, an dem der Aktivist Robert Sobukwe inhaftiert war. Man hielt ihn mehr als drei Jahre in Einzelhaft, nachdem er gegen das Pass Law protestiert hatte – ein Gesetz, das schwarze Bürger zum Tragen eines Inlandspasses verpflichtete und so ihre Reisefreiheit stark einschränkte. Auf der Tour durch sein Haus auf Robben Island könnt ihr mehr über den Mann erfahren, der sich nicht durch seine Gefangenschaft in seinem Streben beirren ließ, die Gleichheit aller Bürger wahr werden zu lassen. Sogar die Seiten seines Notizbuchs, das heute noch auf dem Schreibtisch liegt, könnt ihr besichtigen.

In den neuen Online-Ausstellungen in Googles Cultural Institute könnt ihr auch den persönlichen Geschichten ehemaliger Häftlinge zuhören. Dazu gehören auch die Erinnerungen an die Orte, an denen sie arbeiteten, lernten und zusammenkamen, um eine gemeinsame Vision der Freiheit in Südafrika zu erschaffen. Selbst einige persönliche Gegenstände, die die früheren politischen Gefangenen dem Museum selbst gespendet haben, sind zu sehen; darunter eine Fußball-Trophäe, handgezeichnete Tischtennis-Preise, sowie die von einem Gefangenen angefertigte Bleikopie des Generalschlüssels.

Einst Symbol des repressiven Apartheid-Regimes, ist Robben Island nun Gedenkstätte und Erinnerung an den glücklicherweise nicht zu unterdrückenden Freiheitsdrang des menschlichen Geistes. Wir hoffen, ihr nehmt euch einen Moment Zeit, reist zurück in die Geschichte und lasst euch von der Hoffnung und der Menschlichkeit dieses beeindruckenden Ortes inspirieren.