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Unterstützung für Social Entrepreneurs in Deutschland

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Unsere Gesellschaft steht vor zahlreichen Herausforderungen. Klimakrise, Pandemie und demografischer Wandel sind nur einige aktuelle Beispiele. Genau hier setzen Sozialunternehmerinnen und -unternehmer, sogenannte Social Entrepreneurs, an. Unter Social Entrepreneurs versteht man Unternehmen, die das Ziel haben, soziale und ökologische Probleme zu lösen, anstatt die eigene Gewinnmaximierung in den Vordergrund zu stellen. So schaffen soziale Unternehmen den Spagat zwischen unternehmerischem Denken und sozialem Mehrwert, denn ihr Fokus liegt in erster Linie auf der Lösung gesellschaftlicher Probleme.

Genau jetzt braucht unsere Gesellschaft Social Entrepreneurs mehr als je zuvor. Aus diesem Grund haben wir im vergangenen Dezember den Google.org Social Innovation Fund ins Leben gerufen, um Social Entrepreneurs aus benachteiligten Gruppen in ganz Europa mit insgesamt 20 Millionen Euro zu unterstützen. Heute können wir zudem bekannt geben, dass 2,6 Millionen Euro dieser Summe in die Stärkung vom Social Entrepreneurship Ökosystem in Deutschland fließen werden.

Social Entrepreneurs brauchen Unterstützung, um unterstützen zu können

In Deutschland gibt es schätzungsweise bis zu 77.000 Sozialunternehmen, Tendenz steigend. Doch der Deutsche Social Entrepreneurship Monitor des Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. (SEND) zeigt, dass Sozialunternehmen in ihrer Entwicklung mit erheblichen Hindernissen konfrontiert sind. So stehen Social Entrepreneurs häufig vor finanziellen Herausforderungen, beispielsweise durch die komplizierte Vergabe von öffentlichen Finanzmitteln oder das Fehlen von Start- und Anschlussfinanzierung. Aus diesem Grund kann laut einer Studie von The Possibilists nur einer von fünf Sozialunternehmern von seinem Beruf leben, ohne auf eigene Ersparnisse zurückgreifen zu müssen. Zusätzlich haben im Schnitt 60% aller Sozialunternehmerinnen und -unternehmer im Laufe ihrer Karriere bereits einen Burnout erlebt.

Jüngste politische Entscheidungen geben Grund zur Hoffnung auf eine zukünftig verbesserte Ausgangssituation für Social Entrepreneurs: So beinhaltet der Koalitionsvertrag der neuen Regierung einen Fokus auf soziale Innovation und die Stärkung der sozialen Wirtschaft. Darüber hinaus thematisiert die Europäische Kommission im jüngst vorgestellten Aktionsplan für die Sozialwirtschaft Maßnahmen für verbesserte Unterstützung.

Neben der Politik sind auch private Unternehmen in der Pflicht, ihren Beitrag zur Sozialwirtschaft zu leisten. Aus diesem Grund unterstützen wir mit Google for Startups Gründerinnen und Gründer – natürlich auch im sozialen Bereich. So haben beispielsweise die Gründerinnen von Founderland, einem Sozialunternehmen mit dem Ziel, mehr Diversität in der Gründerszene zu schaffen, an Programmen wie der Female Founders Immersion und verschiedenen Mentorings teilgenommen, bevor sie eine Förderung von Google.org erhalten haben.

Google.org hat bereits diverse Sozialunternehmen aus Deutschland gefördert, so beispielsweise Climate Famers, ein Unternehmen, das sich um die Verbesserung der Infrastruktur für den Ausbau der regenerativen Landwirtschaft in Europa einsetzt. Wir sind überzeugt, dass es noch zahlreiche weitere Sozialunternehmen gibt, die mit ihren innovativen und gemeinnützigen Ideen die Welt verändern können, wenn sie die Unterstützung erhalten, die sie verdienen.

Förderung Social Entrepreneurs für eine stärkere Gesellschaft

Mit der finanziellen Unterstützung von Sozialunternehmerinnen und -unternehmern aus benachteiligten Gruppen in Deutschland möchten wir einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung von Social Entrepreneurs und der Gesellschaft leisten.

Dabei geht eine Teilsumme von 1,6 Millionen Euro an das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V. (SEND).

Mit Hilfe der Förderung wird SEND den Auf- und Ausbau von regionalen Hubs für Social Entrepreneurs in mindestens zehn Bundesländern umsetzen. Dabei setzt SEND auf die stärkere Zusammenarbeit zwischen lokalen Organisationen und den Aufbau eines lokalen Unterstützungsnetzwerks für Social Entrepreneurs. Darüber hinaus wird SEND eine Million Euro der Förderungssumme nutzen, um Unterstützungs- und Weiterbildungsangebote für Social Entrepreneurs aus benachteiligten Gruppen zu fördern.

„Social Entrepreneurs zeigen jeden Tag, wie sie mit innovativen Lösungen unsere Gesellschaft nachhaltiger, gerechter und inklusiver gestalten. Bisher jedoch wird dieses Potenzial nicht genutzt, denn Finanzierungsmöglichkeiten und Förderangebote sind oft nicht auf die Bedarfe von Sozialunternehmen angepasst. Deswegen ist der Social Innovation Fund von Google.org so wichtig, um Social Entrepreneurs in ganz Deutschland bei ihrer Gründung, dem Ausbau und der Skalierung ihrer Sozialunternehmen zu unterstützen und fördern. Wir freuen uns mit den verschiedenen Intermediären des Sektors genau hier anzusetzen, um Regionale Ökosysteme auszubauen und bedarfsgerechte Anlaufstellen für Sozialunternehmer*innen, insbesondere aus benachteiligten Gruppen, zu bieten,“ so Afra Gloria Müller, Projektleiterin Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V.

Junge Frau lächelt vor schwarzem Hintergrund in die Kamera.

Afra Gloria Müller, Projektleiterin Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland e. V.

Weiterhin unterstützen wir INCO, eine globale Nonprofit-Organisation, mit einer Summe von einer Million Euro. INCO verfolgt das Ziel, eine neue Wirtschaft aufzubauen, die ökologisch nachhaltig und sozial verantwortlich ist. Dabei unterstützt INCO innovative Unternehmen, die künftige Führungsrollen in der Wirtschaft spielen. Mit der Fördersumme wird INCO sowohl Sozialunternehmen als auch potentielle Gründerinnen und Gründer aus benachteiligten Gruppen mit Förderungen, Mentoring- und Inkubationsdienste unterstützen.

„Social Entrepreneurs in ganz Deutschland arbeiten daran, die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Ihr Ehrgeiz ist eine positive Kraft in lokalen Gemeinschaften und zeigt, wie nachhaltige und integrative Unternehmen aussehen können. Heute brauchen diese Unternehmer mehr denn je Zugang zu Kapital, Netzwerken und Fähigkeiten, um ihre Ideen in die Realität umzusetzen. Mit der Unterstützung von Google.org setzen wir uns weiterhin für die Schaffung von Ökosystemen ein, die das Wachstum von Sozialunternehmen erleichtern und gleichzeitig konkrete Schritte zur Verwirklichung der Vision einer integrativen und nachhaltigeren Wirtschaft unternehmen, die von den politischen Entscheidungsträgern auf lokaler und europäischer Ebene vorgegeben wird,“ sagt Nicolas Hazard, Gründer und CEO, INCO.

Junger Mann in Anzug.

Nicolas Hazard, Gründer und CEO, INCO

Wir alle haben es heute in der Hand, wie die Gesellschaft von morgen aussehen wird. Wir hoffen, mit der finanziellen Unterstützung zweier engagierter Institutionen einen wichtigen und notwendigen Beitrag zu einer sozial stabilen Zukunft leisten zu können.


1 Quelle: https://www.wfb-bremen.de/de/page/stories/bremer-erfolgsgeschichten/was-ist-ein-sozialunternehmen

2 Quelle: https://thepossibilists.org/europe/