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Wie wir mit dem Black Founders Fund in die Zukunft Europas investieren
Neuigkeiten aus dem Unternehmen

Wie wir mit dem Black Founders Fund in die Zukunft Europas investieren

Im Oktober vergangenen Jahres haben wir den Google for Startups Black Founders Fund angekündigt – eine 2-Millionen-US-Dollar-Initiative, die Geldprämien von bis zu 100.000 US-Dollar für von Schwarzen geführte Startups in Europa bereitstellt. Mit dieser Initiative möchten wir unser Engagement für Chancengleichheit in Europa weiter untermauern. Dabei war es uns besonders wichtig, dass die Unternehmen kein Eigenkapital für die Finanzierung aufwenden mussten – und dass der Gewinn mit bis zu 120.000 US-Dollar an Google Ads-Zuschüssen und bis zu 100.000 US-Dollar an Cloud-Guthaben pro Startup gepaart wird. Bestandteil der Initiative ist es, dass sich die Gründerinnen und Gründer untereinander kennenlernen, zudem noch mit einer breiteren Community von Expertinnen und Experten im Bereich Unternehmensführung, Wachstum und technischer Unterstützung bekannt gemacht und erhalten darüber hinaus noch Unterstützung von unseren Kolleginnen und Kollegen von Google for Startups.

Wir hören oft, dass die mangelnde Vielfalt in der Startup-Szene ein Pipeline-Problem ist. Unser Programm zeigt aber, dass dies genau NICHT der Fall ist. Für den Black Founders Fund haben wir fast 800 Bewerbungen aus 18 europäischen Ländern erhalten. Die Qualität dieser Bewerbungen war außergewöhnlich hoch: Von visionären Innovatoren, ehemaligen Führungskräften der erfolgreichsten Unternehmen der Welt bis hin zu Seriengründern.

Unser Team hat für den Fonds fast 100 Gründerinnen und Gründer interviewt, um ihre Unternehmen, ihre Ambitionen und ihre gelebte Erfahrung als Führungskräfte zu verstehen, egal ob sie Serien- oder Erstgründer sind. Mussten sie drei Jobs gleichzeitig ausüben? Wie viel Ausdauer war nötig, um den Abschluss nicht zu verpassen? Hatten sie eine Freundin bzw. einen Freund oder einen Bekannten, den sie anrufen konnten, um eine unkomplizierte Finanzierung zu bekommen? Wir haben uns angeschaut, welche Möglichkeiten jeder Gründerin und jedem Gründer gegeben (oder nicht gegeben) wurden und was sie daraus gemacht haben. Die Antworten, die wir hörten, waren mehr als beeindruckend.

Heute geben wir die 30 Gründerinnen und Gründer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Österreich bekannt, die Auszeichnungen des Black Founders Fund erhalten werden. Ihre schnell wachsenden Startups inspirieren uns, nehmen sich globalen Herausforderungen wie den Zugang zu Gesundheitsversorgung, finanzieller Inklusion, Energie und Bildung an und sind innovativ in den wettbewerbsintensivsten Branchen – von Hardware-Design und Werbung bis hin zu Daten- und Risikomanagement. Und sie repräsentieren nicht nur eine ethnische Vielfalt – 40 Prozent der von uns ausgewählten Startups werden von Frauen geführt.

Da aktuell weniger als 0,5 Prozent der Venture Capital (VC)-Finanzierung an von Schwarzen geführte Startups geht und nur 38 Schwarze Gründerinnen und Gründer in den vergangenen zehn Jahren eine Venture Capital-Finanzierung erhalten haben, ist der Black Founders Fund in Europa nach den USA und Brasilien die dritte Region, in der Google for Startups dazu beiträgt, die Wettbewerbsbedingungen auszugleichen. Wir möchten Schwarze Gründerinnen und Gründer unterstützen, die unverhältnismäßig stark vom Zugang zu Kapital ausgeschlossen sind.

Wir sind so beeindruckt von den Erfahrungen der Gründerinnen und Gründer, ihrem enormen Branchenwissen gepaart mit ihrer wertvollen gelebten Erfahrung als Schwarze Führungskräfte. Das ist es, was diese Gründerinnen und Gründer einzigartig macht, um erfolgreiche Startups aufzubauen und wichtige Lösungen für unsere Gemeinschaft zu schaffen. Schwarze Gründerinnen und Gründer zu unterstützen bedeutet, sowohl individuelle Erfolgsgeschichten zu schaffen, als auch die Schaffung von Arbeitsplätzen und Wohlstand für die nächsten Jahrzehnte zu unterstützen.

Um dauerhafte Veränderungen im Ökosystem voranzubringen, müssen wir uns anstrengen und alle einbinden: die Unternehmen, die VCs, die Angel-Investoren, und natürlich die Gründerinnen und Gründer selbst. Wenn wir Startups bewerten, müssen wir immer auch die individuellen Erfahrungen und Werdegänge der einzelnen Gründerinnen und Gründer dahinter berücksichtigen. Viele der im Black Founders Fund ausgezeichneten Gründerinnen und Gründer mussten für ihren Erfolg härter arbeiten als andere, weil sie keine Abkürzungen nehmen können, die für andere selbstverständlich sind. Der Zugriff auf externe Finanzierungsquellen und Wagniskapital spielen dabei eine ebenso große Rolle wie der Zugang zu einem starken Netzwerk. Deshalb geht es beim Black Founders Fund nicht nur um Geld, sondern auch darum, die entscheidenden Beziehungen zu etablieren, die Gründerinnen und Gründer benötigen, um ihre Startups erfolgreich voranzutreiben.

Aber jetzt: Ein virtueller Applaus und herzliche Glückwünsche gehen raus an die vier Gewinner-Unternehmerinnen und -Unternehmer aus Deutschland und Österreich, die wir euch gern vorstellen möchten:

Foto der Gründer von Vanilla Steel

Vanilla Steel (Berlin): Vanilla Steel baut einen Sekundärmarkt für das europäische Stahl-Ökosystem auf, um Stahl zu handeln, der zum sofortigen Verkauf zur Verfügung steht. Die digitale Plattform bietet eine Bestandsmanagement-Lösung, bei der die Verkaufenden ihr langsam drehendes oder bereits produziertes Material im Überschuss anbieten können. Kaufende erhalten Zugang zu Beständen von über 80 Lieferanten, die über wöchentliche Auktionen angeboten werden.

Foto von Deborah Choi, Gründerin von Bosque

Bosque (Berlin): In den letzten 25 Jahren hat sich in der 43-Milliarden-Euro-Zimmerpflanzen-Industrie nicht viel verändert, was dazu führt, dass 97 Prozent der Pflanzen immer noch im Einzelhandel gekauft werden. Bosque ist die erste technologiegestützte Pflanzenmarke für den Direktvertrieb in Europa. Bosque verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Begrünung von Innenräumen und macht seine Kundinnen und Kunden mithilfe von Technologie zu Pflanzenexpertinnen und -experten. Da wir 90 Prozent unseres Lebens in Innenräumen verbringen, weiß Bosque, ist die Einbeziehung der Natur ein Weg zum Wohlbefinden, den jeder genießen kann.

Foto des Gründungsteam von Kwara

Kwara (Berlin): Kwara transformiert jede traditionelle Finanz- oder Kreditgenossenschaft in eine moderne, digitale Bank. Das Startup digitalisiert die Finanzgenossenschaften (Credit Unions) der Welt und gibt ihren Mitgliedern eine einfachere Möglichkeit, Geld zu verwalten und eine Kreditwürdigkeitsprüfung aufzubauen, während es der Credit Union eine moderne Möglichkeit gibt, ihr Geschäft zu betreiben. 


Foto von Tolulope Ogunsina, Mitbegründer und CTO von Playbrush

Playbrush (Wien): Playbrush wurde 2015 von den Österreichern Paul Varga und Matthäus Ittner und dem Nigerianer Tolulope Ogunsina gegründet. Das mehrfach ausgezeichnete Technology-Startup mit Sitz in Wien und London hat sich seither auch über die Grenzen Europas hinaus als Innovation-Leader im Bereich Oral Care (Mundpflege) positioniert. Nach der Entwicklung der ersten Spiele-App gesteuerten Zahnbürsten für Kinder, revolutioniert Playbrush nun auch mit der für Erwachsene entwickelten AI-Schallzahnbürste ‚Smart One’ inklusive Abo-Services, die Mundhygiene von Morgen in über 25 Ländern.

Wir freuen uns, dass wir mit dem Black Founders Fund diese spannenden und innovativen Startups unterstützen können – und sie auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft begleiten dürfen.