Zurück zum Hauptmenü
The Keyword Deutschland

Ihr sagt, ihr wollt eine mobile Revolution...



Heute Morgen fanden sich mehr als 6.000 Entwickler zu unserer achten Google I/O im Moscone Center von San Francisco ein, um dort 1.500 Gallonen Kaffee zu konsumieren und per Live-Stream mit Millionen anderen Kollegen in Kontakt zu treten. Auf dieser Konferenz informieren wir darüber, was, wir bisher erreicht haben und wie wir die Zukunft in Angriff nehmen.

Wachstum und Dynamik von Android

Die Art und Weise, wie wir uns Informationen beschaffen, Unterhaltungsangebote nutzen oder mit Freunden und Angehörigen kommunizieren, hat sich durch die Mobilfunktechnik innerhalb weniger Jahre stark verändert. Heute ist es selbstverständlich, einen Supercomputer in der Tasche zu haben; mittlerweile erhält Google mehr Suchanfragen von mobilen Endgeräten als von PCs. Schätzungen zufolge gibt es auf unserem Planeten mehr Mobilfunkgeräte als Menschen. Die mobile Revolution zeigt sich allein schon am Wachstum von Android. Android hat heute mehr als eine Milliarde Nutzer. Seit der Einführung unseres ersten Android-Smartphones im Jahr 2008 ist also viel passiert. Zurzeit sind 4.000 unterschiedliche Android-Geräte von 400 Herstellern und 500 Netzbetreibern auf dem Markt erhältlich.

Außerdem haben sich die Geräte stark verändert: In unserer heutigen Multiscreen-Welt könnt ihr Android auf eurem Smartphone, eurem Tablet, an eurem Handgelenk, in eurem Auto und in eurem Wohnzimmer nutzen und problemlos zwischen den einzelnen Geräten hin und her wechseln. Viele dieser Geräte gibt es erst seit dem vergangenem Jahr. Ihr könnt inzwischen unter sechs verschiedenen Android-Wear-Uhren wählen, ganz zu schweigen von unterschiedlichen Armbändern, einer Vielzahl von Stilen und den mehr als 1.500 von Entwicklern kreierten Zifferblättern.

Bis Ende dieses Jahres werden 35 Fahrzeugmodelle über Android Auto verfügen. Damit habt ihr über die Bedienungselemente eures Fahrzeugs Zugriff auf die Google Suche, Google Maps und eure Musik. Mittlerweile gibt es auch erste Systeme mit Android TV.

All diese neuen Umgebungen und Geräte, in die Android nun Einzug hält, ermöglichen es Entwicklern Apps zu erstellen, die ihr zum Lernen, für Verabredungen und zur Unterhaltung nutzt. Heute haben wir daher darüber gesprochen, welche neuen Tools und Funktionen wir ihnen zur Verfügung stellen sollten, um auf der Android-Plattform eine bessere Nutzererfahrung bieten zu können.

M steht für Leistung und verbesserte Nutzererfahrung

Android M ist mit mehreren hundert Verbesserungen das bisher leistungsfähigste Android-System überhaupt. Zu den Highlights zählen eine längere Akkulaufzeit und eine vereinfachte Verwaltung der Berechtigungen für Apps. Somit könnt ihr noch leichter festlegen, welche Daten die Apps auf eurem Handy nutzen dürfen. Wir haben Android Pay vorgestellt: Mit diesem Dienst können vorerst die amerikanischen Nutzer ihre Einkäufe bezahlen, ohne überhaupt eine App öffnen zu müssen. Außerdem sind wir dabei, den Abruf von Informationen in Apps erheblich zu erleichtern und einige wichtige Updates für Google Now zu entwickeln.

Die Informationen der Welt besser organisieren

Euer Mobiltelefon enthält eine Menge an Informationen; es ist jedoch nicht immer leicht, die richtigen genau dann zu finden, wenn ihr sie benötigt. Wahrscheinlich habt ihr das schon erlebt, wenn ihr versucht habt, eure E-Mails durchzusehen, hunderte auf mehrere Geräte verteilte Fotos zu sortieren oder nach Bewertungen von Restaurants zu suchen, während ihr mit euren Freunden darüber chattet, wo ihr gemeinsam zu Abend esst. Das Auffinden und das Organisieren von Informationen ist eine von Google's Stärken.

Im Rahmen der Einführung von Android M werden wir daher Google Now erweitern, um unseren Nutzern genau die Informationen zu liefern, die ihr benötigt. Zum Beispiel, ob in einem neuen Restaurant noch ein Tisch frei ist oder zu welchen Zeiten Pitch Perfect 2 im Kino läuft – und zwar unabhängig davon, ob ihr euer Smartphone gerade benutzt. Außerdem werden neue Apps und In-App-Content in Zukunft erheblich leichter zu finden sein – was sowohl für Nutzer als auch für Entwickler von Vorteil sein wird.

Darüber hinaus haben wir jahrelang auf dem Gebiet des Maschinellen Lernens geforscht, um Arbeitsweisen zu optimieren, den Nutzen unserer Suchfunktion zu steigern und unseren Posteingang interessanter zu gestalten. Und ihr werdet nun auch eure Fotos leichter sortieren können. Wir haben heute eine neue Foto-App auf den Markt gebracht, mit der ihr all eure Fotos und Videos an einem Ort zusammenführen und schnell sortieren, sie auf interessante Weise zum Leben erwecken und auf Wunsch auch mit anderen Menschen teilen könnt.

Eine neue Internet-Plattform für das Internet der Dinge

Wir sind von Geräten umgeben, die allerdings oft unabhängig voneinander betrieben werden. Unser Alltag wird sich stark vereinfachen, sobald diese Technologien miteinander kommunizieren können – zum Beispiel wenn unsere Rezepte-App mit unserem intelligenten Backofen kommunizieren könnte, um genau die richtige Temperatur einzustellen. Oder außerhalb des Hauses – vom Transportsystem, das Pendler über Fahrplanänderungen informiert, bis hin zu Landwirtschaftsbetrieben, in denen Erntemaschinen und Bewässerungssysteme über Smartphones gesteuert werden. Es gibt unendlich viele Anwendungsmöglichkeiten.

Aber es gibt auch noch zahlreiche Hindernisse – die Nutzererfahrung ist uneinheitlich und verwirrend, die Hersteller beginnen oft bei jedem Gerät mit ihrer Arbeit von vorn, Geräte spielen nicht zusammen und Entwicklern fehlt oft die Möglichkeit, geräteübergreifend exzellente Nutzererfahrungen zu entwickeln.

Project Brillo ist eine neue, von Android abgeleitete Plattform, auf der Entwickler und Hersteller vernetzte Geräte bauen können. Als Teil von Brillo führen wir in Zusammenarbeit mit Nest “Weave” ein – ein Kommunikationsprotokoll, ein Set von Entwickler-APIs, ein Schemensatz und ein Zertifizierungsprogramm zur Sicherstellung der Interoperabilität der Geräte und Apps.

Auch wenn die Einführung von Brillo erst im späteren Jahresverlauf erfolgen wird, haben wir die Plattform den Entwicklern und Herstellern bereits heute vorgestellt. Wir sind nämlich sehr an einer intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten interessiert, um diese Branche voranzubringen.

Neue Mobilfunk-Erlebnisse

Die Mobilfunktechnik hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt. Heute ist es möglich, über vernetzte Bildschirme unterschiedliche, bedarfsgerechte Nutzererfahrungen zu realisieren. Wir stehen jedoch erst am Anfang einer Entwicklung, die zu einem noch viel realitätsnäheren Mobilfunk-Erlebnis führen wird. Auf der I/O des vergangenen Jahres haben wir Cardboard vorgestellt, das euch mithilfe eures Telefons die virtuelle Realität näher bringt. Jetzt gibt es mehr als 500 Cardboard-Apps für Filme, Spiele, Touren sowie zum Lernen. Dazu wurden mehr als 1 Million Cardboards ausgeliefert. Heute haben wir den iOS-Support für Entwickler angekündigt und erstmals Google Expeditions vorgestellt, eine App, mit der Schüler dank Cardboard zum Beispiel auf dem Mond oder unter Wasser virtuelle Touren unternehmen können. Weiter haben wir eine Vorschau auf Jump präsentiert. Damit könnt ihr euch die Welt in einem Video darstellen lassen, in das ihr quasi hineingehen könnt.

Die nächste Milliarde Nutzer

Die erste Milliarde Internet-Nutzer ging über PCs online. Die nächste Milliarde geht einen anderen Weg – über Smartphones und Tablets – und bietet einzigartige Chancen und Herausforderungen. Wir bemühen uns intensiv darum, diesen Menschen mit unseren Produkten eine exzellente Nutzererfahrung zu ermöglichen.

Zusätzlich zur Einführung kostengünstigerer Geräte wie Chromebooks und Android One (die nun in sieben Ländern verfügbar sind) werden wir auch durch entsprechende Änderungen unserer Software dafür sorgen, dass diese auch in Gegenden funktioniert, in denen die Internetverbindung nicht optimal ist. Wir haben in 13 Ländern eine komprimierte Version unserer Suchergebnisseite eingeführt, außerdem nutzen 73 Millionen Menschen mittlerweile die Datenkomprimierung von Chrome, um effizienter das Netz zu durchstöbern. Schließlich haben wir neue Offline-Karten präsentiert – ja, ihr habt richtig gelesen, Karten, die ihr offline speichern könnt, sogar mit Navigation.

Komplexe Probleme für eine mobile Welt lösen

Seit Einführung unserer Suchfunktion war es immer unser Anliegen, Produkte für jedermann zu entwickeln und unser technisches Know-How zur Lösung großer Probleme zu nutzen. Das gilt auch für unsere heutige mobile Welt – egal ob es darum geht, auf mehrere Apps verteilte Informationen zu finden, jemandem beim Sortieren und Teilen von Familienfotos zu helfen, Menschen auf eine virtuelle Tour zu den Pyramiden von Gizeh mitzunehmen oder der nächsten Milliarde Menschen den Zugang zum Internet zu ermöglichen.

Indem wir eine Plattform bereitstellen, auf der jeder Entwickler innovative Lösungen kreieren kann, erreichen wir Menschen in aller Welt und machen ihnen die Leistungen des Internets zugänglich – egal welches Gerät sie nutzen, wo sie leben und wer sie sind.

Also, auf zur mobilen Revolution. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was als Nächstes kommt.