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Lerncafés und neue Online-Bildungsangebote für Flüchtlinge ‒ das sind die Empfängerorganisationen von Project Reconnect



Im Januar haben wir gemeinsam mit NetHope Project Reconnect gestartet. Ziel ist es, ca. 500.000 Flüchtlingen in Deutschland durch den Einsatz von insgesamt 25.000 Chromebooks einen einfachen Zugang zu Online-Bildungsangeboten und -Informationen zu ermöglichen.

Hierfür spendete Google.org, Googles philanthropischer Arm, 5 Millionen US-Dollar an die Hilfsorganisation NetHope. Gemeinnützige Organisationen, die mit Flüchtlingen in Deutschland arbeiten, konnten sich für Chromebooks bewerben, und das Interesse hat uns überwältigt!

Wir freuen uns, heute die aktuelle Liste der bisher 24 Empfängerorganisationen bekanntzugeben.

Eine der Organisationen, die sich im Bereich der Flüchtlingshilfe in Deutschland stark engagiert und im Rahmen des Project Reconnect 500 Chromebooks erhält, ist Asylplus e. V. Der Verein unterstützt Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge beim computergestützten Erlernen der deutschen Sprache und dem Erwerb integrationsfördernder Kompetenzen.

4 Menschen sitzen mit Laptops an einem Tisch

Registrierungsprozess der erhaltenen Chromebooks bei Asylplus

Hierfür verteilt Asylplus bundesweit Computer und Laptops, die mit einer vorinstallierten Lernplattform ausgestattet sind, an lokale Initiativen, Freiwilligenprojekte und Helferkreise in ganz Deutschland. Thomas von Rüden, Erster Vorsitzender von Asylplus: „Wir freuen uns sehr über die 500 Chromebooks. Durch die einfache Handhabung und die eingebaute Sicherheit der Chromebooks kann unsere Arbeit wieder mehr in Kreativität und den direkten Kontakt mit Flüchtlingen und weniger in das Zusammenschrauben von alten PCs fließen.“ Einen Teil der Chromebooks wird die Münchner Stadtbibliothek erhalten, genauso gehen die Geräte unter anderem an Gemeinden und Städte des Landkreises München, nach Rheinland-Pfalz, Hamburg und Potsdam. Von Rüden sieht den Vorteil vom Einsatz der Chromebooks in der Möglichkeit, dass jede Einrichtung ihre Geräte zentral, aber individuell konfigurieren kann. Somit können relevante Programme, Inhalte und Materialien in wenigen einfachen Schritten genauso angeboten werden, wie sie an einem Standort benötigt werden.

Eine weitere, in der Flüchtlingsarbeit sehr engagierte Empfängerorganisation ist der Verband der Volkshochschulen des Saarlandes e. V., der als anerkannte Landesorganisation der Weiterbildung die Bildungsarbeit seiner Mitglieder – 16 Volkshochschulen – fördert und koordiniert. „Die Plätze für Integrations- und Deutschkurse für Flüchtlinge, die unsere Mitglieder anbieten, reichten bei der großen Nachfrage zwischenzeitlich nicht mehr aus. Es entstanden Wartezeiten“, so Verbandsdriektor Karsten Schneider. Deshalb setzt der Verband die 500 Chromebooks in den Volkshochschulen primär für die Einrichtung sogenannter „Lerncafés“ ein. In diesen können Flüchtlinge ohne Anmeldung online Sprachprogramme durchführen und so bereits erste Lernerfolge erzielen.

Mehrere Menschen in einer Lerngruppe

 Lerngruppe im Lerncafé Lebach

Im Zuge von Project Reconnect stellen außerdem viele Organisationen ihr Informations- und Lernmaterial für Flüchtlinge zur Verfügung, zu finden unter reconnect.nethope.org/resources. Hier finden sich Materialien unter anderem von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. und der Codecademy.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen Organisationen und Vereinen bedanken, die ihr Interesse an Project Reconnect bekundet haben und sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen.