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Neue Funktionen zum Schutz eurer Privatsphäre
Privatsphäre & Sicherheit

Neue Funktionen zum Schutz eurer Privatsphäre

Der Schutz eurer Privatsphäre hat für uns oberste Priorität – ob es um sichere Videoanrufe über Google Meet geht, den automatischen Schutz vor aktuellen Online-Sicherheitsrisiken, oder darum, das erste große Unternehmen zu sein, das beschlossen hat, die Gesichtserkennung für allgemeine Zwecke nicht kommerziell verfügbar zu machen und klare Prinzipien für Künstliche Intelligenz zu entwickeln, die die Verwendung unserer Tools für Überwachungszwecke verbieten.


Bei der Entwicklung unserer Produkte folgen wir drei wichtigen Prinzipien: Wir schützen eure Informationen, wir gehen damit verantwortungsvoll um, und wir stellen sicher, dass ihr einfache Einstellungsmöglichkeiten habt, um selbst über eure Aktivitätsdaten zu bestimmen.  Daran arbeitet auch ein großes Team von Datenschutz- und Sicherheitsexpertinnen und -experten in unserem Google Safety Engineering Center in München. Hier werden Datenschutzfunktionen und Sicherheitseinstellungen entwickelt, die euch weltweit im Netz schützen. Damit habt ihr die Möglichkeit, selbst die Einstellungen zu treffen, die zu euch passen.

Heute möchten wir euch weiter verbesserte Privatsphärefunktionen vorstellen. Dazu zählen auch Updates im Bereich der Datenspeicherung über unsere wichtigsten Produkte hinweg, um standardmäßig weniger Daten zu speichern.

Verantwortungsvoller Umgang mit euren Aktivitätsdaten 

Wir sind der Meinung, dass Produkte eure Informationen nur so lange speichern sollten, wie es für euch hilfreich und nützlich ist – beispielsweise um euch dabei zu helfen, beliebte Orte mit Google Maps zu finden oder Empfehlungen für ein YouTube-Video zu erhalten.

Deshalb haben wir im letzten Jahr eine neue Funktion zum automatischen Löschen von Aktivitätsdaten auf den Weg gebracht. Damit könnt ihr entscheiden, ob eure Daten zum Standortverlauf und zu Web- & App-Aktivitäten (auch Sprachaktivitäten) alle 3 oder 18 Monate automatisch gelöscht werden sollen. Wir stellen uns selbst vor die Herausforderung, dass wir unseren Nutzern mit weniger Daten hilfreichere Onlinedienste bieten. Daher ändern wir ab heute unseren Ansatz zur Datenspeicherung, indem wir das automatische Löschen nach einem bestimmten Zeitraum als Standard für unsere zentralen Aktivitätseinstellungen im Google-Konto festlegen. 

Und so funktioniert das: Ab heute gilt für alle, die den Standortverlauf – der standardmäßig deaktiviert ist – zum ersten Mal aktivieren, dass die standardmäßige Einstellung für das automatische Löschen des Standortverlaufs auf 18 Monate festgelegt wird. Auch für das Löschen der Web- & App-Aktivitäten gilt ein 18-monatiges Zeitfenster, das als Standard für neue Nutzer:innen aktiviert wird. Das bedeutet, dass eure Aktivitätsdaten automatisch und regelmäßig nach 18 Monaten gelöscht werden. Ihr könnt diese Funktion natürlich jederzeit deaktivieren oder die Einstellungen – wie zum Beispiel den Zeitraum ändern. 

Wenn ihr den Standortverlauf und die Web- & App-Aktivitäten bereits zuvor aktiviert hattet, werden wir eure Einstellungen nicht automatisch ändern. Wir werden euch aber mit Benachrichtigungen und E-Mails an die Funktion zum automatischen Löschen erinnern.

Die Option für das automatische regelmäßige Löschen von Daten möchten wir auch in andere Produkte integrieren. Auch hier folgen wir dem Prinzip, dass diese Informationen nur so lange gespeichert werden sollten, wie es für euch hilfreich und nützlich ist. So führen wir die Option beispielsweise bei YouTube ein, wo das Zeitfenster für das automatische Löschen der Daten auf 36 Monate gesetzt wird, wenn ihr euch dort neu anmeldet oder den YouTube-Verlauf das erste Mal aktiviert. Damit stellen wir sicher, dass YouTube euch weiterhin relevante Empfehlungen geben kann, die auf dem basieren, was ihr in der Vergangenheit gesehen oder gehört habt – beispielsweise um euch zu benachrichtigen, wenn es eine neue Staffel eurer Lieblingsserie gibt oder euer Lieblingskünstler ein neues Album veröffentlicht hat. Diese Einstellung kann natürlich manuell jederzeit angepasst werden. Auch bereits bestehende Nutzer:innen können ihre Daten in regelmäßigen Zeitabständen automatisch löschen lassen und hier zwischen den Optionen 3 und 18 Monaten wählen. Diese Option gilt übrigens nicht für andere Produkte wie Gmail, Drive oder Google Fotos. Diese Produkte wurden dafür entwickelt, um eure persönlichen Inhalte sicher aufzubewahren – und zwar so lange, wie ihr sie braucht. 

Wie immer gilt auch hier: Wir verkaufen eure Informationen an niemanden und wir nutzen Informationen aus Apps, in denen ihr vorrangig persönliche Informationen aufbewahrt – wie Gmail, Drive, Google Kalender oder Google Fotos – nicht für Werbezwecke. 

Datenschutz nach Maß 

Datenschutz ist etwas sehr Persönliches – daher arbeiten wir immer daran, euch einfache Möglichkeiten zu geben, mit denen ihr selbst über eure Aktivitätsdaten bestimmen könnt – ob mit Empfehlungen zur Verwaltung der Datenschutzeinstellungen in eurem Google-Konto oder indem wir sicherstellen, dass ihr die relevanten Datenschutzeinstellungen in unseren Produkten leicht finden könnt. Heute bringen wir für viele unserer Datenschutz-Tools wichtige Updates auf den Weg, mit denen der Schutz eurer Daten für euch noch einfacher wird:


  • Google-Konto-Einstellungen über die Google-Suche: Wir machen es einfacher, in eurem Google-Konto zu den wichtigsten Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen zu gelangen – und das direkt über die Google-Suche. Wenn ihr mit eurem Konto angemeldet seid, werdet ihr in Zukunft direkt in der Google-Suche nach Dingen wie „Google Privatsphärecheck“ oder „Ist mein Google-Konto sicher?“ suchen können. Ihr seht daraufhin ein Feld, das nur für euch sichtbar ist und in dem eure Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen angezeigt werden. Zudem gelangt ihr von dort genau an die richtige Stelle in eurem Google-Konto, um sie zu bearbeiten. Diese Funktion ist zurzeit noch nicht in Deutschland verfügbar, wird aber auch für deutsche Nutzer:innen folgen. 

  • Einfacherer Zugriff auf den Inkognitomodus: Auch der Zugriff auf den Inkognitomodus wird in unseren beliebtesten Apps einfacher – ihr müsst nur lange auf euer Profilbild in der Google-Suche, in Google Maps und YouTube drücken. Diese Funktion ist ab heute für die Google App unter iOS verfügbar und kommt schon bald für Android sowie für weitere Apps. Außerdem arbeiten wir im Moment an einer appübergreifenden Einstellung für den Inkognitomodus – wie für Google Maps und YouTube –  und haben auch dazu bald Neuigkeiten für euch. 
  • Empfehlungen zum Datenschutz: Jedes Jahr führen mehr als 200 Millionen Menschen den Privatsphärecheck durch. Diesem Check fügen wir jetzt proaktive Empfehlungen hinzu, darunter Anleitungen und Tipps zum Anpassen wichtiger Datenschutzeinstellungen.

Proaktiver Schutz eurer Daten

Datenschutz beginnt mit der verwendeten Sicherheitssoftware. Deshalb bieten wir in allen unseren Produkten automatische Schutzmaßnahmen. Ein wichtiger Bestandteil unseres Sicherheitskonzepts ist die Safe Browsing-Technologie – sie schützt jeden Tag mehr als 4 Milliarden Geräte vor Phishing-Attacken und Malware. Zum Sicherheitskonzept zählt aber auch Google Play Protect, das jede App prüft, bevor, während und nachdem ihr sie herunterladet, damit euer Gerät geschützt ist. 


Vor fünf Jahren haben wir den Sicherheitscheck eingeführt, eine einfache, zentrale Anlaufstelle, um euer Google-Konto zu schützen. Ab sofort geben wir euch mit einem Klick eine Übersicht über die Sicherheit eures Kontos und liefern euch personalisierte Empfehlungen, mit denen ihr eure Daten noch besser schützen könnt. In den kommenden Wochen wird der Passwortcheck in den Sicherheitscheck integriert und ein wesentlicher Bestandteil davon werden. Diese Funktion überprüft, ob Passwörter, die ihr in eurem Google-Konto gespeichert habt, gehackt wurden.

Bis jetzt haben schon mehr als 100 Millionen Menschen diese Funktion genutzt – mit dem Ergebnis, dass der Prozentsatz der gehackten Anmeldedaten bei ihnen um 30 % gesunken ist. Die Funktion ist sehr effektiv, wenn es darum geht, nicht nur bei Google, sondern überall im Internet sicher unterwegs zu sein. Genau wie in allen anderen Bereichen des Sicherheitschecks werden wir euch hier alle Informationen zeigen die ihr braucht, um gefährdete Konten automatisch sicherer zu machen. Mit der Integration des Passwortchecks in das Google-Konto und Chrome, wird die Passwortcheck-Chrome-Extension in den kommenden Monaten abgeschaltet. 

Unser Engagement für Datenschutztechnologien 

Verantwortungsvoll mit euren Daten umzugehen heißt, dafür zu sorgen, dass sie privat bleiben. Daher arbeiten wir weiterhin daran, Fortschritte im Bereich der Anonymisierung zu machen und setzen tausende Datenschutzexpert:innen ein, die den Schutz in all unseren Google-Produkten kontinuierlich verbessern. Beispielsweise liegt der Differential Privacy-Ansatz unseren COVID-19 Mobilitätsberichten zugrunde, mit denen wir Gesundheitsbehörden bei der Eindämmung von COVID-19 mit datenschutzkonformen Standortdaten unterstützen. Diese Technologie wird auch genutzt, um euch in Google Maps mithilfe aggregierter, anonymisierter Daten zu zeigen, wie voll es aktuell in einem bestimmten Restaurant ist, ohne dabei offenzulegen, wer dort gerade zu Gast ist. Dieses Jahr haben wir als erste in der Branche sowohl Differential Privacy als auch Federated Learning – eine von uns entwickelte Technologie – zusammen eingesetzt, und haben auf diese Art unsere Modelle trainiert, auf denen Gboard basiert. Damit kombinieren wir erfolgreich einige der fortschrittlichsten Methoden, um eure Privatsphäre weiter zu schützen.


So wie wir Chromium als Open Source öffentlich verfügbar gemacht haben, ist auch unsere Differential Privacy-Bibliothek öffentlich zugänglich, damit diese Datenschutztechnologie auch bei anderen Produkten eingesetzt werden kann. Nun erweitern wir sie um neue Programmiersprachen, inklusive Java und Go, und veröffentlichen weitere Tools, die Entwickler dabei unterstützen, maschinelles Lernen datenschutzbewusst zu nutzen.

Unsere Arbeit geht weiter 

Nutzer:innen online zu schützen, beschränkt sich nicht nur auf Google-Dienste. Daher setzen wir uns weiterhin für sinnvolle Datenschutzgesetze weltweit ein. Während Politiker hier ihre Arbeit tun, tun wir unsere: wir stellen uns der Herausforderung, hilfreiche Produkte mit weniger Daten zu entwickeln und die Messlatte für den Datenschutz für alle noch höher zu legen.