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Wie Google AI Emissionen durch Autos und Flugzeuge reduziert

Breite mehrspurige Straße in einer Großstadt, Häuser links und rechts, ein Zebrastreifen, mehrere Autos und Ampeln

Der Kampf gegen den Klimawandel verlangt systematische, globale Maßnahmen, um den Übergang zu einer CO2-freien Zukunft für alle zu schaffen. Deshalb entwickeln wir weiter neue Technologien, die Individuen, Städten und Organisationen klimafreundlichere Entscheidungen erleichtern – im Alltag, in Unternehmen, in der Politik und Verwaltung. Unser Fokus liegt dabei auf den in puncto Emissionen besonders relevanten Bereichen Mobilität und Stromerzeugung. Hier sind einige Innovationen, die wir heute auf der Konferenz „Sustainable with Google“ vorgestellt haben.

Video beschreibt wie KI hilft, die Ampelschaltung an Kreuzungen zu optimieren und so Wartezeit und Emissionen zu sparen
10:25

Minderung der Emissionen an Kreuzungen

Das Project Green Light ist ein Beispiel, wie wir nachhaltige Stadtentwicklung in Großstädten weltweit fördern. Das Tool nutzt KI, um Verkehrsplaner:innen in Städten Empfehlungen bei der Optimierung von Ampelzeiten an Kreuzungen zu geben. So können der Verkehrsfluss verbessert und Emissionen reduziert werden. Dank dieser Informationen können Städte ihre Ampelschaltung so anpassen, dass die Anzahl der Stopps an roten Ampeln minimiert wird. „Project Green Light“ wurde bereits in der Hansestadt Hamburg erfolgreich eingesetzt.

Heute geben wir den Start des Projekts in 12 weiteren Städten und auf vier Kontinenten bekannt. Erste Ergebnisse des „Project Green Light“ zeigen, dass die Zahl der Stopps um bis zu 30 Prozent reduziert werden kann. Dies trägt dazu bei, Kraftstoff zu sparen und die Emissionen von monatlich bis zu 30 Millionen Autofahrten um bis zu 10 Prozent zu reduzieren (1). Wir werden dieses Projekt innerhalb des nächsten Jahres auf weitere Städte auf der ganzen Welt ausweiten.

Video beschreibt, wie KI dabei hilft, die Flugrouten zu optimieren, um so klimaschädliche Effekte durch Kondensstreifen zu reduzieren
10:25

Klimafolgen von Flugreisen minimieren

Die Luftfahrt ist eine der Branchen, in der es am schwersten ist, die CO₂-Emissionen zu senken. Kondensstreifen — die dünnen, weißen Linien, die man manchmal hinter Flugzeugen sieht — machen annähernd 35 Prozent des Anteils der Luftfahrt an der Erderwärmung aus. Um dieses Problem anzugehen, hat das Google Research-Team mit American Airlines und Breakthrough Energy zusammengearbeitet. Die Partner kombinierten KI und Daten, um jene Flugrouten zu ermitteln, in denen sich Kondensstreifen bilden. Im zweiten Schritt gibt das Modell Empfehlungen, wie durch geringe Änderungen der Flugroute die Entstehung von Kondensstreifen verhindert werden kann. Im Ergebnis verzeichnete das Modell eine Verringerung der klimaschädlichen Effekte um 54 Prozent.

Nach der erfolgreichen Kooperation in den USA arbeiten wir nun auch mit EUROCONTROL zusammen, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt. EUROCONTROL kann Flugzeuge im europäischen Luftraum darüber informieren, wie sie Kondensstreifen vermeiden können.

Spritsparende Routen auf Google Maps

Immer häufiger suchen Menschen bei Google nach Informationen, wie sie ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren können, wenn sie unterwegs sind – von der Fahrt zur Arbeit bis hin zum Sommerurlaub. Deshalb führen wir unsere Funktion spritsparender Routen auf Google Maps nach den USA, Kanada, Europa und Ägypten nun auch in Indien und Indonesien ein.

Auch diese Funktion nutzt KI, um Routen vorzuschlagen, die geringere Steigungen, weniger Verkehr und konstante Geschwindigkeiten bei gleicher oder ähnlicher voraussichtlicher Ankunftszeit bieten. Seit dem Start im Oktober 2021 haben spritsparende Routen dazu beigetragen, schätzungsweise mehr als 2,4 Millionen Tonnen CO₂e-Emissionen zu vermeiden – das entspricht der Einsparung von etwa 500.000 kraftstoffbetriebenen Autos für ein Jahr. (2)

Zeichnung von Gebäuden zeigt das Solarpotenzial und die möglichen Emissionseinsparungen auf Dächern

Das Bild zeigt eine Karte des Solarpotenzials auf Dächern (GFA = Gross Floor Area, total property square footage, as measured between the exterior walls of the building(s).)

Städtische Gebiete mit Solarenergie klimafreundlicher gestalten

Zu guter Letzt stellen wir eine neue Funktion in Google Earth vor, mit der Solarenergie besser in die Entwicklungspläne von Städten einbezogen werden kann. Anhand dieser Funktion können Städteplaner leichter bestimmen, welche Gebäudekonzepte und Solaranlagen sich am besten für städtische Gebiete eignen. Sie ist insbesondere dann hilfreich, wenn Pläne für Orte mit reichlich Platz, z. B. Parkplätze, optimiert werden sollen. Wir setzen uns weiterhin für eine CO₂-freie Welt ein. Ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der globalen Emissionen wird dabei sein, Städten und Organisationen den Zugang zu Solartechnologie zu erleichtern.

Die Bemühungen, globale Emissionen zu reduzieren, nehmen immer mehr Fahrt auf. Wir sind überzeugt, dass durch Technologien – insbesondere durch die immensen Fortschritte in der Entwicklung von KI – neue Möglichkeiten und Lösungen entstehen können, die den Wandel weiter beschleunigen können.