Alte Meister, neue Perspektiven: Die Gemäldegalerie in Berlin
Die Berliner Gemäldegalerie hütet einen der bedeutendsten Schätze der europäischen Kunstgeschichte. Das Museum beherbergt Meisterwerke des 13. bis 18. Jahrhunderts, darunter Gemälde von Jan van Eyck, Pieter Bruegel, Albrecht Dürer, Botticelli, Raffael, Tizian, Caravaggio, Peter Paul Rubens, Rembrandt, Jan Vermeer und Angelika Kauffmann.
Seit 2011 arbeitet die Gemäldegalerie mit Google Arts & Culture und anderen Einrichtungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zusammen, um das kulturelle Erbe weltweit verfügbar zu machen und digital zu vermitteln.Durch die langjährige Kooperation von Gemäldegalerie und Google Arts & Culture wird nun ein weiterer Meilenstein erreicht: Die neue Themenseite „Canvas Legends“ macht die Werke des Museums in einer bislang unerreichten Qualität und Breite zugänglich und eröffnet damit neue Perspektiven auf diese herausragende Sammlung.
Die Sammlung in Gigapixel-Auflösung
In der umfangreichsten Kunst-Digitalisierung, die Google Arts & Culture bis heute für ein Museum realisiert hat, haben wir in einem aufwändigen Prozess mit der Art Camera-Technologie mehr als 1.100 Gemälde erfasst – darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Caravaggio und Rembrandt.
Ein digitales Vergrößerungsglas: Entdeckt per Zoom verborgene Gigapixel-Details in Meisterwerken wie Hans Holbeins „Der Kaufmann Georg Gisze“.
Blick hinter die Kulissen: Mit der Art Camera-Technologie wurden über 1.100 Meisterwerke der Gemäldegalerie in hochauflösender Gigapixel-Qualität digitalisiert.
Vermeers “Young Lady with a Pearl Necklace”
Pieter Bruegels d. Ä. „Die niederländischen Sprichwörter“ (1559)
Albrecht Dürers „Maria mit dem Zeisig“ (1506)
Angelica Kauffmanns
“Cephise beschneidet dem schlafenden Amor die Flügel” (1782)
Die Gigapixel-Aufnahmen fungieren als digitales Vergrößerungsglas. Sie erlauben es Forschenden wie Laien, die Oberflächen der Gemälde bis ins Detail hinein zu erkunden. Wer hier den feinen Pinselstrich oder das Craquelé in Vermeers Junger Dame mit Perlenhalsband betrachtet, entdeckt Details, die dem bloßen Auge im Museum oft verborgen bleiben. Der Zoom in die Bilder hinein schärft den Blick für das handwerkliche Können ebenso wie für die Virtuosität der Alten Meister.
Neue Wege der Vermittlung: Kunst und Künstliche Intelligenz
Um neue, spielerische Zugänge zu den Alten Meistern zu eröffnen und dazu anzuregen, innezuhalten und die Details im Gemälde genauer zu betrachten, hat das Google Arts & Culture Lab mit der Gemäldegalerie das interaktive Erlebnis "Mice in the Museum" entwickelt. So könnt Ihr miterleben, wie sich zwei fiktive Charaktere über die Eule auf Malle Babbes Schulter oder über die Dramatik eines Gemäldes von Rubens unterhalten. Basierend auf wissenschaftlichen Metadaten und Bildanalysen generiert Google Gemini das Gespräch der Mäuse, die das Bildgeschehen kommentieren, jedes Mal aufs Neue.
Mice in the Museum: Hört in einem KI-generierten Audio-Dialog mit, wie zwei fiktive Mäuse spielerisch Meisterwerke wie Rembrandts Selbstporträt kommentieren.
Kuratorische Expertise als Schlüssel zum Verständnis
Über 50 neue Online-Ausstellungen bieten Einblicke in die Motivik und Geschichten der Werke. Entdecke die Geheimtipps der Sammlung, die Symbolik von Lucas Cranachs Jungbrunnen, oder die 120 versteckten Sprichwörter in Bruegels Meisterwerk. Um durch die umfangreiche Sammlung zu führen, orientiert sich die Themenseite am menschlichen Lebenszyklus – von der Kindheit über das Erwachsenenalter bis zum Tod – und zeigt, dass die Werke auch heute nichts an Relevanz verloren haben. „Canvas Legends“ ist eine Einladung, die Alten Meister auf ganz neue Weise zu erkunden!
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Um die Ausstellung online zu sehen, schaut unter goo.gle/canvaslegends vorbei oder ladet euch die Google Arts & Culture App für iOS oder Android herunter.