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Berliner Museumsinsel jetzt bei Google Arts & Culture
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Berliner Museumsinsel jetzt bei Google Arts & Culture

Vor knapp 120 Jahren begann die Ausgrabung Babylons, Hauptstadt Babyloniens und eine der wichtigsten Städte des Altertums – darunter das Ischtar-Tor mit seinen außergewöhnlich tiefblauen Ziegeln und Tierreliefs. Das inzwischen ca. 2600 Jahr alte Stadttor wurde aus den einstigen Ziegeltrümmern einer der eindrucksvollsten Stadtmauern der Geschichte wiederhergestellt und ist heute in einem der meistbesuchten Museen Deutschlands, dem Pergamonmuseum in Berlin, zu bewundern.

Gemeinsam haben Google Arts & Culture und die Staatlichen Museen zu Berlin mit Hilfe modernster Technologie eine virtuelle Brücke zwischen Babylon und Berlin geschlagen – denn die archäologischen Überreste des Ischtar-Tores und der angrenzenden Prozessionsstraße von Babylon sind derzeit auf verschiedene Standorte aufgeteilt, insbesondere Deutschland (Pergamonmuseum) und Babylon im Irak.

Mit dem Ziel, dieses antike Bauwerk besser zu verstehen, haben wir das Ischtar-Tor und die Prozessionsstraße mit Hilfe von 3D-Renderings virtuell wieder in ihren Ursprungsort integriert. Mit einem Cardboard könnt ihr so zum ersten Mal seit 100 Jahren sehen, wie dieses historische Wahrzeichen gewirkt haben könnte und wie es entdeckt und rekonstruiert wurde.

Neben dem Pergamonmuseum zählen noch vier weitere Museen zum einzigartigen Ensemble der Berliner Museumsinsel. Alle Exponate zusammengenommen umfassen mehr als 6000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte.

Wir freuen uns sehr, euch heute nicht nur alle fünf Museen in Google Arts & Culture zu zeigen, sondern die Geschichte der Museumsinsel von ihren Anfängen bis heute durch die Architektur ihrer Gebäude zu erzählen und euch ihre vielfältigen und wichtigen Sammlungen zeigen zu können. 58 Online-Ausstellungen, virtuelle Rundgänge durch alle fünf Museen und mehr als 4000 Objekte erwarten euch. Darunter so berühmte Meisterwerke wie die Bronzestatue der Betende Knabe, der Mönch am Meer von Caspar David Friedrich, Canovas Tänzerin aus Marmor, der Pergamonaltar mit seinen über 100 überlebensgroßen Figuren und die 33 Meter lange Mschatta-Fassade aus der Mitte des 8. Jahrhunderts.

Ebenfalls auf der Insel befinden sich berühmte Kulturgüter wie die Büste der Nofretete, die heute nicht nur dank Beyoncé in die Popkultur Einzug gehalten hat. Auch wenn die Kunst teilweise hunderte von Jahren alt ist, so finden sich dennoch Themen in ihr wieder, die heute nach wie vor – oder vielleicht sogar mehr denn je – von Bedeutung sind. Unter dem Titel #HistoryOfUs könnt ihr euch Online-Ausstellungen in sechs verschiedenen Kapiteln ansehen: Wanderlust, Eitelkeit und Körperbild, YOLO (= You only live once), Moderne Liebe, Frauenpower und Rebellion. Die unterhaltsam geschriebenen Geschichten zeigen, wie zeitlos diese menschlichen Themen sind: Menschen waren immer mutig, unsicher, stolz, demütig und alles dazwischen, und die Museumsinsel hat die Geschichten, um das zu zeigen.

Ein besonderes Highlight ist auch unser 3D-Scan des Berliner Goldhut, 1000 - 800 v. Chr. - einem der bedeutendsten Erzeugnisse bronzezeitlicher Goldschmiedetechnik. Wir haben für die 3D-Aufnahme 8 Stunden gebraucht, in denen wir insgesamt 2000 Bilder gemacht haben. 1300 davon wurden letztendlich in der finalen Version verwendet.

3D-Fotoaufnahmen des Berliner Goldhuts im Neuen Museum

In ihm ist ein kompliziertes Zahlensystem verschlüsselt, das kalendarische Berechnungen ermöglicht, vor allem die Bestimmung des 19-jährigen Zyklus von Sonne und Mond.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Entdecken und Erleben der Kunst im Browser oder mit unserer kostenlosen Arts & Culture App auf eurem Android Handy oder bei iOS.