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Nachhaltigkeit

Mehr Tempo beim Klimaschutz

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Auf der COP27 nächste Woche werden sich führende Politiker:innen der Welt in Ägypten treffen, um neue Impulse für den Klimaschutz zu setzen. Die Klimakrise ist eine der dringendsten Herausforderungen der Menschheit. Ob es gelingt, die Welt auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen, das wird sich in diesem Jahrzehnt entscheiden. Google setzt sich dafür ein, seine eigenen Emissionen zu reduzieren und Technologien einzusetzen, die allen dabei helfen, nachhaltige Entscheidungen zu treffen.

Heute veröffentlichen wir einen Zwischenbericht, in dem wir über Fortschritte und Ziele unserer dritten Dekade des Klimaschutzes informieren.

Integrierter Klimaschutz

Nachhaltigkeit und Klimaschutz waren schon immer zentrale Werte für Google, und wir wissen, dass wir dabei zunächst unsere eigenen Hausaufgaben machen müssen.

Im vergangenen Jahr haben wir angekündigt, bis 2030 in allen unseren Betrieben und entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette – einschließlich unserer Consumer-Hardware – Netto-Null-Emissionen erreichen zu wollen. Das bedeutet: Bis 2030 streben wir an, die Hälfte unserer gesamten Emissionen (Scope 1, 2 und 3)123 gegenüber dem Ausgangswert von 2019 zu vermeiden. Den verbleibenden Rest werden wir durch Investitionen in innovative, natur- oder technologiebasierte Lösungen zur CO2-Entfernung neutralisieren. Es gibt drei Wege, wie wir auf dieses Ziel hinarbeiten: die Förderung CO2-freier Energie (CFE), die Reduzierung von Emissionen und die Neutralisierung aller nicht-vermeidbaren Emissionen.

Unser Netto-Null-Ziel baut auf zwei Jahrzehnten Arbeit für den Klimaschutz bei Google auf. 2010 haben wir mit dem Einsatz erneuerbarer Energien begonnen. 2017 waren wir das erste große Unternehmen, das 100 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs durch den Kauf erneuerbarer Energien ausgeglichen hat und haben das seitdem – fünf Jahre in Folge – wiederholt. Im Jahr 2020 haben wir uns das noch ehrgeizigere Ziel gesetzt, unsere Rechenzentren und Bürogebäude weltweit rund um die Uhr mit CO2-freier Energie zu betreiben.

Unsere Arbeit mit Partnern

Neben unserer eigenen „Hausaufgaben” im Bereich Klimaschutz, können wir noch mehr erreichen, wenn wir kooperieren. Wir arbeiten daher mit Tausenden von Partnern aus verschiedenen Branchen zusammen – von Städten und Regierungen bis hin zu Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen – um Nachhaltigkeit und Klimaschutz voranzutreiben.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, und auf städtische Gebiete entfallen mehr als 70 Prozent der globalen CO2-Emissionen. Um diese Emissionen zu reduzieren, wollen wir mehr als 500 Städten und Kommunalverwaltungen dabei helfen, bis 2030 jährlich insgesamt eine Gigatonne CO2-Emissionen zu vermeiden. Unser Environmental Insights Explorer leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Das digitale Tool unterstützt Städte und Regionen mit Daten und Informationen zur Reduzierung ihrer Emissionen. Ein weiteres Beispiel ist unser Project Green Light, ein KI-Tool, das Stadtplanern Empfehlungen zur Optimierung der Ampelzeiten gibt, um den Stop-and-Go-Verkehr zu reduzieren.

Daneben helfen wir mit Google Cloud unseren Kunden, deren Umweltbelastung zu minimieren. Im Sommer haben wir die Initiative „Google Cloud Ready – Sustainability designation“ angekündigt. Darin stellen wir Partnerunternehmen vor, die ihrerseits Organisationen beim Thema Nachhaltigkeit unterstützen. Wir entwickeln auch Tools, um lokale Gemeinde beim Umfang mit extremen Wetterereignisse zu stärken, zum Beispiel unsere Vorhersage für Hochwassser. Während der schweren Überschwemmungen in Pakistan in diesem Jahr haben wir landesweit Warnmeldungen mit Links zu den neuesten Informationen von Regierungsbehörden bereitgestellt.

Nachhaltige Entscheidungen

Milliarden von Menschen, die unsere Produkte und Dienstleistungen nutzen, suchen auch nach Wegen, nachhaltiger zu leben. Wir möchten sie dabei unterstützen. Im Jahr 2022 erreichte die Google Suche nach Begriffen wie „Solaranlagen”, „Solarenergie“, „Elektrofahrräder“ und „Elektroautos“ ein Allzeithoch.

Im vergangenen Jahr haben wir spritsparende Routen auf Google Maps eingeführt und in diesem Jahr auf 40 Länder in ganz Europa ausgeweitet. Dieses Tool bringt Menschen so schnell wie möglich an ihr Ziel und minimiert gleichzeitig den Kraftstoffverbrauch. Schätzungen zufolge konnten damit bereits mehr als eine halbe Million Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden – das entspricht dem Effekt von 100.000 Autos, die man von der Straße holt.4

Eine nachhaltigere Zukunft für alle

In diesem Jahr hat die Klimapolitik in den USA, Europa und anderen Ländern große Fortschritte gemacht. Wir freuen uns über das Potenzial all dieser Maßnahmen und auch die Verpflichtungen, die immer mehr Unternehmen übernehmen. All dies wird uns helfen, im nächsten Jahrzehnt signifikante Reduktionen der CO2-Emissionen zu erreichen. Die Gespräche auf der COP27 sind von großer Bedeutung, um das Tempo im Klimaschutz weiter zu beschleunigen und von Zusagen zu konkreten Fortschritten zu kommen.

Unser Ziel ist es, jeden Tag nachhaltiger zu werden – durch unsere Aktivitäten, Partnerschaften und Produkte. Unsere Fortschritte spornen uns an und wir sind motivierter denn je, unseren Teil dazu beizutragen, die Transformation zu einer nachhaltigen Zukunft für alle voranzubringen.


Weitere Informationen


1

Scope-1-Emissionen sind direkte Emissionen aus Quellen, die uns gehören oder über die wir die betriebliche Kontrolle haben (gemäß der Definition des Greenhouse Gas Protocol), wie z. B. Firmenfahrzeuge oder Generatoren in den Büros und Rechenzentren von Google.

2

Scope-2-Emissionen sind indirekte Emissionen aus der Stromerzeugung, die wir für unseren Betrieb und die Heizung unserer Büros einkaufen (wie im Greenhouse Gas Protocol definiert).

3

Scope-3-Emissionen sind indirekte Emissionen aus anderen Quellen in unserer Wertschöpfungskette, wie z. B. Geschäftsreisen oder Emissionen unserer Zuliefererbetriebe (wie im Greenhouse Gas Protocol definiert). Eine Aufschlüsselung der Emissionen und Berechnungsmethoden nach Scope-3-Kategorien finden Sie in Alphabet’s CDP Climate Change Response.

4

Siehe Seite 6 unseres Whitepapers zu Google Maps Eco Friendly Routing für Details zu unserer Methodik für die Berechnung der vermiedenen Emissionen.