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Google Arts & Culture

Ein Auge fürs Detail ‒ Zoomt euch mit der neuen Art Camera von Google durch 1000 Kunstwerke



Es sind oft die Details, die ein Kunstwerk ausmachen. Ihr könnt das Genie in Künstlern wie Monet oder Van Gogh nur dann in vollem Umfang erfassen, wenn ihr ihre Meisterwerke aus nächster Nähe betrachtet. Wenn ihr dann wieder zurücktretet, staunt ihr darüber, wie sich all diese einzelnen Pinselstriche zu einem Gesamtwerk zusammenfügen. Wir vom Google Cultural Institute wissen, dass die Menschen Kunstwerke gerne im Detail betrachten. Tausende von Nutzern verbringen ihre Zeit damit, unsere ultra-hochauflösenden Bilder Zentimeter für Zentimeter zu betrachten – und entdecken dabei immer wieder Neues, zum Beispiel eine versteckte Signatur oder die einzelnen Pinseltupfer, die sich im Bild zu einer schillernden, bewegten Wasseroberfläche zusammenfügen.

Das nahe Heranzoomen an diese Bilder kommt dem Anschauen mit einer Lupe am nächsten. Aus diesem Grund freuen wir uns so, euch die neue Art Camera zu präsentieren ‒ eine handliche Kamera, die um die Welt reisen kann, um Menschen mehr Bilder in ultra-hochauflösender Qualität zu zeigen, als je zuvor.

Ein Gigapixel im Bild besteht aus über einer Milliarde Pixeln und bringt so Details zum Vorschein, die mit dem bloßen Auge nicht sichtbar wären. Die Erzeugung solcher digitalen Bilder in ultrahoher Auflösung ist eine komplexe technische Aufgabe. Man braucht hierfür Zeit und eine teure Spezialausrüstung, und nur wenige Menschen auf der Welt können diese Aufgabe bewältigen. In den ersten fünf Jahren seit der Gründung des Google Cultural Institute konnten wir etwa 200 Gigapixel-Bilder ins Netz stellen. Aber wir wollen noch so viel mehr erreichen. Aus diesem Grund haben wir die Art Camera entwickelt.

Die Art Camera ist eine Roboterkamera, die speziell dafür entwickelt wurde, Gigapixel-Bilder noch schneller und einfacher zu erzeugen. Ein robotergesteuertes System tastet das gesamte Bild ab und erstellt mehrere hundert Großaufnahmen. Um sicher zu stellen, dass jeder noch so kleine Pinselstrich korrekt erfasst wird, ist die Kamera mit einem Laser und einem Sonar – ähnlich dem einer Fledermaus – ausgestattet, das Hochfrequenz-Töne nutzt, um den Abstand zum Kunstwerks zu messen. Anschließend setzt unsere Software all diese Bilder – wie ein Puzzle – zu einem Gesamtbild zusammen.


Viele der Werke unserer größten Künstler sind zerbrechlich und reagieren empfindlich auf Licht und Feuchtigkeit. Durch die Art Camera können Museen diese unschätzbaren Arbeiten nun mit einer globalen Öffentlichkeit teilen und gleichzeitig dafür sorgen, sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Wir wollen Museen das Werkzeug, das sie zur Erfüllung dieser wichtigen Mission benötigen, bereitstellen. Aus diesem Grund stellen wir ihnen unsere Art Cameras umsonst zur Verfügung.

Die Art Camera wird das Ausmaß, mit dem Museen allen Menschen auf der Welt Zugang zu kulturellem Erbe ermöglichen können, vergrößern. Wenn ihr zum Beispiel Van Gogh’s sechs berühmte Bilder der Roulin Familie sehen wolltet, hättet ihr bisher durch die Niederlanden, nach L.A. und New York reisen müssen. Ab jetzt reist die Art Camera für euch und hat das Portrait von Armand Roulin, das ihr neben dem Rest der Familie bewundern könnt, an einen Ort zusammen gebracht.

Heute teilen wir die ersten tausend hochauflösenden Bilder von Künstlern wie Pissarro, Signac, Rembrandt, Van Gogh und Monet aus Museen in Ländern wie Australien, Indien, den Niederlanden und Brasilien. Anlässlich des Weltmuseumstages begrüßen wir nicht nur 25 neue Partner im Google Cultural Institute, sondern möchten uns auch bei allen bedanken, die die neue Kamera in den letzten Monaten mit uns getestet haben. Dank ihrer Bemühungen könnt ihr ab heute Kunstwerke so nah und detailreich wie nie zuvor erleben.