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Zukunftswerkstatt

Google ‒ Wachstumsmotor für Europas Wirtschaft



Vergangenen Monat bekam ich eine E-Mail von einer stolzen Tochter in England, deren Mutter Tricia Cusden mit Hilfe von Google Tools ein Unternehmen gestartet hatte: ein Beauty Business namens Look Fabulous Forever. Sie benutzte die Google Suche, um Zulieferer zu finden; sie baute mit Hilfe von YouTube eine Fan-Gemeinde auf, wo sie älteren Damen Tipps für das perfekte Make-Up gab; und sie setzte Google AdWords ein, um online Kunden zu finden. Die Videos auf ihrem YouTube-Kanal wurden bereits über eine halbe Million Mal angesehen, ihre Firma exportiert inzwischen in 24 Länder überall auf der Welt.

Heute starten wir eine Initiative, die hunderte von europäischen Unternehmen wie das von Tricia Cusden vorstellt. Allen ist gemeinsam, dass sie Google Produkte als Wachstumsmotor für ihr Geschäft einsetzen. Außerdem kündigen wir an, dass Google bis 2016 eine Million Europäer digital weiterbilden wird. Bis vor kurzem hatten kleine Unternehmen keine Möglichkeit, außerhalb ihrer Heimatregion aktiv zu werden. Globales Marketing oder Vertrieb blieb den großen Betrieben vorbehalten. Heute kann mit Hilfe des Internets jede Firma den Weltmarkt erreichen, so kann selbst der kleinste Unternehmer zum “Global Player” werden.

Egal ob Produkt oder Dienstleistung, Google AdWords verbindet Unternehmen mit potentiellen Kunden. Nehmen Sie Berto Salotti, ein Möbelhersteller, der im Rahmen unserer Initiative seine Geschichte erzählt. Im Jahr 2002, der Betrieb war damals 30 Jahre alt, hatte Salotti gerade mal sechs Angestellte. Seine Möbel wurden zum Großteil am Standort in Meda in Italien verkauft. Mit Hilfe von AdWords und Online Marketing hat die Firma bis heute ihre Umsätze und Mitarbeiterzahl vervierfacht ‒ und Kunden auf der ganzen Welt hinzu gewonnen.

Eumelia ist ein Bauern- und Gasthof, der im ländlichen Griechenland ökologischen Tourismus anbietet. Der Betrieb nutzt Google Tools, um Besucher aus so fernen Ländern wie Japan oder Australien zu erreichen. Der Gründer Frangiskos sagt, AdWords sei “der beste Weg für kleine, regionale Anbieter, global Wirkung zu erzielen”. Und der holländische Anbieter von Büromaterial DiscountOffice ergänzt, AdWords schaffe für kleine Betriebe ein “level playing field” und erlaube ihnen, “von Anfang an mit multinationalen Unternehmen zu konkurrieren”.

Es ist nicht nur AdWords, das Unternehmen dabei hilft, zu wachsen. Auch YouTube hat Europas Unternehmen und Kreativen geholfen, Kunden und Fans zu gewinnen ‒ durch die Kraft des Videos. Marie Lopez ist 19 Jahre jung und lebt in Paris. Sie liebt Mode, Design und Make-Up. Soweit, so normal. Anders als als andere hat Marie aber über eine Million Fans weltweit, die ihren YouTube-Kanal EnjoyPhoenix abonniert haben. Über 120 Millionen Mal wurden ihre Videos bereits angesehen! So kann Marie heute eine eigene Produktlinie entwickeln und mit Top-Marken wie L’Oreal zusammenarbeiten. Insgesamt verdienen schon viele tausend YouTube-Kanäle sechsstellige Beträge im Jahr. In den vergangenen beiden Jahren wuchsen die Einkünfte all unserer YouTuber um jeweils 50 Prozent.

Auch Google Play ist eine gewaltige “Wachstumsmaschine” für europäische Software-Entwickler, die sie mit der boomenden globalen App-Industrie verbindet. In Spanien wurde zum Beispiel WePlan gestartet, eine Gratis-App auf Android. Die App untersucht wie Menschen ihr Smartphone benutzen und empfiehlt auf dieser Basis den optimalen Mobilfunkanbieter. Heute hat WePlan schon über 100.000 Nutzer in 24 Ländern. Die Firma wuchs binnen zwei Jahren von fünf auf 18 Angestellte. Google zahlte im vergangenen Jahr über 4,4 Milliarden Euro an Entwickler wie WePlan aus.

Wir freuen uns, dass so viele Unternehmen überall in Europa unsere Technologie als “Motor” für ihr Wachstum einsetzen.

Die Chancen für Unternehmen im digitalen Zeitalter sind gewaltig. Die Möglichkeiten, Kunden zu erreichen, haben sich in einer Weise vervielfacht, die man sich vor kurzer Zeit noch nicht vorstellen konnte. Damit Europa dieses Potenzial ausschöpfen kann, müssen wir für all diese Unternehmen die Hürden aus dem Weg räumen. Wir brauchen einen einheitlichen Markt in der digitalen Welt, der den einheitlichen Markt in der realen Welt widerspiegelt. Zur Zeit haben die Unternehmen noch mit über zwei Dutzend Regelwerken zu kämpfen, wenn sie grenzüberschreitend verkaufen, wachsen oder Personal einstellen möchten. Es ist daher zu begrüßen, dass die Europäische Kommission den digitalen Binnenmarkt als eine von Europas wichtigsten Aufgaben definiert hat.

Natürlich sind die Möglichkeiten, die die digitale Wirtschaft bietet, solange beschränkt, wie die Menschen nicht entsprechend qualifiziert sind. Nach aktuellen Zahlen sieht die EU eine Lücke von 900.000 Stellen im Jahr 2020, die mangels digitaler Kompetenzen nicht besetzt werden können. Und es gibt viele Betriebe, die ebenfalls online gehen wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen. Wir von Google wollen hier helfen. Im Laufe des vergangenen Jahres haben wir die Exportaktivitäten zehntausender deutscher Unternehmer unterstützt ‒ in Partnerschaft mit DHL, PayPal und der Commerzbank. In Spanien haben wir tausende von jungen Arbeitslosen trainiert ‒ mit Gratiskursen in Web-Entwicklung, digitalem Marketing und E-Commerce. Und in Italien haben wir tausenden von traditionellen Handwerksbetrieben gezeigt, wie man ihre Ware online vermarkten und verkaufen kann.

Wir wollen aber noch mehr tun. Heute kündigen wir an, dass Google bis 2016 eine Million Europäer digital weiter qualifizieren wird. Dazu werden wir zusätzlich 25 Millionen Euro investieren, um unsere bestehenden Programme zu erweitern und in weitere europäische Länder zu bringen. So sollen mehr kleine Unternehmen all die digitalen “Skills” erhalten, die sie heute brauchen. Unter anderem werden wir eine Trainingsplattform aufbauen, auf die Unternehmen in ganz Europa zugreifen können.

Es gibt Menschen, die pessimistisch sind, was den Zustand der europäischen Wirtschaft angeht. Wir sehen dies anders. Wir sehen eine großartige Vielfalt von Betrieben und Unternehmern ‒ mit Kreativität, Ehrgeiz und Talent. Sie alle nutzen digitale Werkzeuge, um Arbeitsplätze und Wachstum zu schaffen.