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Musikgeschichte am Leben erhalten
Google Arts & Culture

Musikgeschichte am Leben erhalten

Als Emil Berliner, Gründer der Deutsche Grammophon, am 16. Mai 1888 im Franklin Institute in Philadelphia erstmals Grammophon und Schallplatten präsentiert, sind die Zuhörer begeistert. Der „Yankee Doodle“ und „Home, Sweet Home“ dröhnen aus dem damals neuartigen Gerät, und die ersten ahnen bereits, dass das die Musikbranche revolutionieren wird. Großartige Musikstücke wurden für jeden zugänglich und damit alltagstauglich gemacht.

Eine alte Fotoaufnahme tanzender Menschen

Tanzveranstaltung mit Grammophon, Foto: Deutsche Grammophon

Alte Aufnahmen von historischem Wert lagern seit Jahrzehnten unter anderem in einem der ältesten Tonarchive der Welt von der Deutsche Grammophon (DG). Gemeinsam mit Google Arts & Culture haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, diese vergessenen Tonträger zum Leben zu erwecken. Dazu haben wir pünktlich zum 120-jährigen Jubiläum von DG wiederentdeckte und bisher unveröffentlichte Stücke aus dem frühen 20. Jahrhundert restauriert und digitalisiert. Heute werden die ersten 40 von insgesamt 400 einzigartigen Schellack-Platten veröffentlicht und zum ersten Mal in dieser Form zugänglich gemacht.

Eines der Musikstücke, die heute auf Google Arts & Culture erscheinen, stammt von Musiklegende Louis Armstrong und seinem Orchester: „St. Louis Blues“, aufgenommen 1934.

Neben Jazz halten zudem auch kabarettistische Klassiker Einzug auf Google Arts & Culture: Otto Reuters Musikstück „Wie reizend sind die Frauen“ wurde 1927 aufgenommen und ist aus den Archiven der DG digital auferstanden. In den kommenden Wochen folgen digitalisierte Aufnahmen einer Lesung des bekannten russischen Autors Leo Tolstoi aus einem seiner Romane sowie frühe Aufnahmen des russischen Opernsängers Feodor Chaliapin und des in Österreich geborenen Geigers und Komponisten Fritz Kreisler.

Zusätzlich zu den Aufnahmen zeigen wir zwölf von DG kuratierte Online-Ausstellungen mit Hintergrundmaterial zum Erbe der DG und zu Emil Berliner. Auch diese sind auf Google Arts & Culture und über die mobilen Apps für Android und iOS zu finden. Neben Informationen zu legendären Künstlern der klassischen Musik wie Leonard Bernstein oder Herbert von Karajan, könnt ihr euch ansehen, wie Schallplatten entstehen und wie die Erfindung des Grammophons Musik in unsere Wohnzimmer brachte.

Ein Dirigent vor einem Orchester

Herbert von Karajan, Foto: Deutsche Grammophon

Darüber hinaus hat DG mit Künstlern kooperiert, um vier der 400 digitalisierten Aufnahmen von Schellack-Platten mit Virtual Reality erlebbar zu machen. Der Tänzer Andrew Nemr führt einen Stepptanz zum Musikstück „St. Louis Blues von Louis Armstrong“. Atma, ein französischer Künstler, hat mit Tilt-Brush 360-Grad-Kunstwerke entworfen, u. a. zu Johann Sebastian Bachs „Dir, dir, Jehova“, gesungen vom Thomanerchor Leipzig im Jahr 1927.

In den kommenden Wochen werden weitere Aufnahmen von Schellack-Platten auf Google Arts & Culture veröffentlicht. Schaut also regelmäßig vorbei, damit ihr keines der einzigartigen, bisher unveröffentlichten Meisterwerke verpasst.