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Wie kleine Unternehmen einfach ihre CO2-Emissionen senken können

Ein Selfie von Gabriella Araujo an einem Fluss stehend mit einem Holzsteg

This article is also available in English. You can find it below the German version. Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Ihr findet die englische Version weiter unten.

Gabriella Araujo arbeitet seit zehn Jahren in Europa, stammt aber aus Brasilien, einem Land, in dem die Umwelt traditionell eine große Rolle spielt. „Ich bin mit Riesenschildkröten aufgewachsen”, berichtet Gabriella, die die gemütlichen Meeressäuger mit dem Rückenpanzer als ihre Lieblingstiere bezeichnet. Daneben haben aber auch Naturkatastrophen wie die Ölpest vor der Nordostküste Brasiliens 2019 oder auch die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes ihr Engagement für den Erhalt von Umwelt und Klima nachhaltig geprägt.

Eine Riesenschildkröte im Wasser vor der brasilianischen Küste

Gabriellas Schnappschuss von einer Riesenschildkröte vor der brasilianischen Küste

Gabriella mit einem blauen Ara auf der Schulter

Gabriella mit einem Ara

„Race to net-zero”

2021 bekam sie die Gelegenheit, ein schwedisches Startup bei der Entwicklung eines CO2-Rechners für kleine Unternehmen zu unterstützen. Gabriella sagte sofort zu. „Es war das Jahr der Klimakonferenz COP26. Jeder sprach darüber, dass gerade Unternehmen alles tun müssten, um Emissionen zu vermeiden”, erinnert sich Gabriella. Die Gründer von Normative.io aus Stockholm hatten die Vision, mit einem einfachen Online-Tool auch solchen Unternehmen Klimaschutz zu ermöglichen, die sich diesen ansonsten mangels Ressourcen nicht leisten konnten. Die Idee überzeugte auch Google und so wurden insgesamt 12 Googler:innen aus unterschiedlichen Bereichen pro bono für sechs Monate an Normative.io „ausgeliehen”, darunter auch Gabriella.

Menschen in einem Konferenzraum um einen Tisch

Workshop von Google und Normative in Stockholm

„Wir hatten nur sechs Monate Zeit, aus der Idee ein funktionierendes Produkt zu entwickeln”, sagt Gabriella. Der Schlüssel zum Erfolg sei gewesen, das Tool möglichst einfach zu programmieren. „Viele Unternehmer:innen haben weder die Zeit noch das Wissen, sich ausführlich mit dem Thema Klimaschutz zu beschäftigen”, berichtet Gabriella. Je intuitiver der CO2-Rechner also funktioniere, desto mehr Unternehmen würden ihn am Ende auch nutzen.

Der CO2-Rechner von Normative mit einem Beispiel

Der CO2-Rechner von Normative mit einem Beispiel

„Nur was gemessen wird, kann auch gemanaged werden”

Bis August 2022 haben sich über 3.000 Unternehmen für den „Business Carbon Calculator” von Normative angemeldet. Davon haben bereits über 2.000 ihre Emissionen berechnet und über 4,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen erfasst. Entscheidend sei dabei die Ermittlung sogenannter „CO2-Hotspots” im Unternehmen, in denen besonders viel CO2 verursacht wird, erklärt Gabriella. In diesen Bereichen könnten die Betriebe ansetzen und Emissionen reduzieren. „Nur was gemessen wird, kann auch gemanaged werden”, so Kristian Rönn, CEO von Normative.

Den „Ritterschlag” erhielt das gemeinsame Projekt durch die Integration des „Business Carbon Calculators” auf dem „SME Climate Hub”, einer Initiative, die unter anderem von der „Race-to-zero-Kampagne“ der Vereinten Nationen unterstützt wird. „Das war ein Moment, auf den wir super-stolz sind”, sagt Gabriella und gesteht lachend: “Wir haben das auch sehr intensiv gefeiert”.

Gabriella (rechts) mit ihren Eltern am Strand und einem gelben Jeep

Gabriella (rechts) mit ihren Eltern am Strand

Auch in ihrem Privatleben hat sich Gabriella dem „Rennen zur Null” in puncto CO2-Emissionen verschrieben. So ernährt sie sich weitgehend pflanzlich, kauft gerne gebraucht und fährt möglichst oft Zug. Alleine auf die Flüge nach Hause nach Brasilien kann und will sie nicht verzichten. „Reisen ist eine sehr sentimentale Sache”, sagt sie. „Die Menschen wollen ihre Familien sehen und die Welt entdecken.” Sie hofft daher sehr, dass neue Technologien in nicht allzu ferner Zukunft auch klimafreundliches Fliegen möglich machen. Nicht zuletzt, um zu Hause am Strand ihre gemütlichen Freunde mit den Rückenpanzern zu besuchen.

How even small companies can easily reduce their CO2 emissions

tl;dr: Gabriella Araujo, Growth Marketing Manager at Google in London, worked for six months as one of 12 Google Fellows at the Swedish startup "Normative.io". In a short time, they jointly developed a simple CO2 calculator for small companies. Nearly 2,000 companies are already using the tool and thus recorded a total of over 4.5 million tons of CO2.

Gabriella Araujo has been working in Europe for ten years, but comes from Brazil, a country that has traditionally taken care of the environment. "I grew up around sea turtles," says Gabriella, who says the easy-going, carapace-covered marine mammals are her favorite animals. In addition, natural disasters such as the oil spill off the north-east coast of Brazil in 2019 or the ongoing deforestation of the rainforest have had a lasting impact on her commitment to protecting the environment and climate.

"Race to net zero"

In 2021, she got the opportunity to help a Swedish startup develop a carbon calculator for small businesses. Gabriella agreed immediately. “It was the year of the COP26 climate conference. Everyone talked about the fact that companies in particular had to do everything they could to avoid emissions,” Gabriella recalls. The founders of Normative.io from Stockholm had the vision of using a simple online tool to enable climate protection for companies that otherwise could not afford it due to a lack of resources. The idea also convinced Google and so a total of 12 Googlers from different areas were "lent out" to Normative.io pro-bono for six months, including Gabriella.

"We only had six months to turn the idea into a working product," says Gabriella. The key to success was to program the tool as simply as possible. "Many entrepreneurs have neither the time nor the knowledge to deal extensively with the topic of climate protection," reports Gabriella. The more intuitive the CO2 calculator works, the more companies will ultimately use it.

"Only what is measured can also be managed"

As of October 2022, over 3,000 companies have signed up for Normative's Business Carbon Calculator. Of these, nearly 2,000 have already calculated their emissions and recorded over 4.5 million tons of CO2 emissions. The determination of so-called "CO2 hotspots" in the company, in which a particularly large amount of CO2 is caused, is crucial, explains Gabriella. Companies could start in these areas and reduce emissions. Indeed, "Only what is measured can also be managed," according to Kristian Rönn, CEO at Normative.

The joint project was "acclaimed" through the integration of the "Business Carbon Calculator" on the "SME Climate Hub", an initiative that is supported, among others, by the "Race-to-zero-Campaign" of the United Nations. "It was a moment we're super proud of," says Gabriella, admitting with a laugh: "We also celebrated it very intensely."

In her private life, too, Gabriella has dedicated herself to the "race to zero" in terms of CO2 emissions. She eats mostly plant-based food, likes to buy vintage and takes the train as often as possible. She cannot and does not want to do without the flights home to Brazil alone. "Travelling is a very sentimental thing," she says. "People want to see their families and see the world." She therefore very much hopes that new technologies will also make climate-friendly flying possible in the not too distant future. Not least to visit her cozy friends with the back shells at home on the beach.