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Wie Google und YouTube im Wahljahr gegen Fehlinformationen vorgehen
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Wie Google und YouTube im Wahljahr gegen Fehlinformationen vorgehen



2021 ist Superwahljahr in Deutschland: Nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz folgen in den kommenden Monaten Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Thüringen. Mit besonderer Spannung wird die Bundestagswahl im September erwartet. Und wie bei vorherigen Wahlen steht das Thema Desinformation, oft irreführenderweise auch als „Fake News“ bezeichnet, weit oben auf der Agenda. 


Die Verbreitung von Fehlinformationen und Verschwörungsmythen zählt nicht erst seit Corona zu den größten Herausforderungen für traditionelle und neue Medien, insbesondere aber für deren Leserinnen und Leser, Nutzerinnen und Nutzer. Google und YouTube engagieren sich hier schon lange mit verschiedenen Produkten und Programmen und begleiten seit über einem Jahrzehnt Wahlen weltweit. Auch in diesem Jahr werden wir gleich mit mehreren Ansätzen dazu beitragen, dass Wählerinnen und Wählern aktuelle, relevante und zuverlässige Informationen zugänglich sind. Damit wollen wir sicherstellen, dass sie die demokratischen Prozesse verstehen und daran gut informiert teilnehmen können. Außerdem erweitern wir unser Engagement in diesem Wahljahr durch mehrere Initiativen, die insbesondere darauf abzielen, die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern. 


Faktencheck21: Um besser einschätzen zu können, ob Informationen richtig sind, hilft das Überprüfen von Fakten. Gemeinsam mit der Nachrichtenagentur dpa hat Google daher das Projekt Faktencheck21 ins Leben gerufen. Im Rahmen des Programms sollen möglichst viele Verlage und Medienhäuser in ganz Deutschland bei der Ausbildung eigener Faktencheck-Teams unterstützt werden. Dazu bietet die dpa mit Unterstützung der Google News Initiative zweitägige Faktencheck-Trainings und Vertiefungsschulungen an, an denen bereits in den ersten Monaten des Jahres Journalistinnen und Journalisten aus mehr als 100 Redaktionen in Deutschland teilgenommen haben. Daneben wird eine frei zugängliche digitale Lernplattform (dpa-Factify) für alle Interessierten eingerichtet sowie ein regelmäßiger Austausch in einer neuen Faktencheck-Community via Slack-Space sichergestellt. Wir freuen uns, dass bereits mehr als 400 Journalistinnen und Journalisten Teil dieser Community sind und sich aktiv austauschen.
Animiertes Bild, das die Videoveranschaulichung des dpa Faktenchecks auf einem Notebook zeigt.

dpa factify Lernplattform im Rahmen von Faktencheck21

GNI Live: Die Google News Initiative ergänzt das Projekt der dpa mit eigenen Trainings zu Themen wie Verifizierung, Recherche, Online-Sicherheit oder Datenjournalismus. Zwischen Mai und September wird das News Lab Team im zweiwöchigen Rhythmus GNI LIVE Trainings für Journalistinnen und Journalisten über Google Meet anbieten. Zudem können sich Redaktionen auch für kostenlose und individuelle Redaktions-Trainings melden.  


Google und YouTube: Neben diesen Initiativen nehmen wir selbstverständlich auch die Rolle unser eigenen Plattformen sehr ernst und haben in den vergangenen Jahren die Richtlinien und Maßnahmen gegen Fehlinformationen auf Google und YouTube kontinuierlich verschärft. Einerseits geht es darum, glaubwürdige Quellen sichtbarer zu machen, andererseits müssen insbesondere jene Fehlinformationen eingedämmt werden, die zwar nicht illegal sind, aber dennoch negative Folgen haben können. So haben unsere Teams auf YouTube beispielsweise seit Beginn der Pandemie mehr als 900.000 Videos entfernt, die gefährliche oder irreführende medizinische Informationen zu COVID-19 enthielten. Daneben haben wir auf YouTube Informationstafeln hinzugefügt, die auf globale oder im jeweiligen Land ansässige Fachorganisationen zurückgehen. Diese Tafeln zeigen wir zum einen auf unserer YouTube-Homepage, zum anderen in Verbindung mit Videos und Suchanfragen zum Thema COVID-19. Seit Einführung haben diese Informationstafeln insgesamt über 400 Milliarden Impressions verzeichnet.


Auch bei der kommenden Bundestagswahl werden wir sorgfältig an unseren Systemen und Prozessen arbeiten, um im Rahmen der geltenden Gesetze und Richtlinien gegen Fehlinformationen anzugehen. In unserem neuen Whitepaper „Informationsqualität und verantwortungsbewusster Umgang mit Inhalten“ finden sich hierzu mehr Details. Für einen Gesamtüberblick über die Maßnahmen von Google und YouTube bei den Wahlen in Deutschland empfehle ich außerdem einen Blick auf unsere neue Webseite https://wahlen2021.withgoogle.com/.