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Das sind Gewinner:innen des europäischen Black Founders Fund 2022

Die diesjährigen deutschen Gewinner:innen des Black Founders Fund 2022 stehen gemeinsam mit Philipp Justus (Google Zentraleuropa-Chef) und Victoria Toney-Robinson (Senior Program Manager, Google for Startups) auf der Bühne und lächeln in die Kamera.
Fotos: Liesa Johannssen

Eine App, die Tierbesitzer:innen hilft, die Gesundheit ihres Haustiers zu tracken und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Ein digitaler Marktplatz für Foto- und Videoshoots, der Unternehmen mit Foto- und Videograf:innen verknüpft sowie geeignete Studios und Equipment vorschlägt. Und eine Plattform, die Unternehmen dabei hilft, weniger industriellen Müll zu produzieren. Das sind nur drei der spannenden Gewinnner:innen der zweiten Ausgabe des Google Black Founders Fund in Europa.

Die diesjährigen deutschen Gewinner:innen des europäischen Black Founders Funds beim Event in Berlin. Steven Oji von Hyfindr fehlt im Bild.

Ackeem Ngwenya (REFRAMD), Humphrey Yeboah (Liquisto Technologies), Seun Owolabi (Propel), Ropafadzo Murombo (Feniska), Shariff Vreugd (REFRAMD), Jonas Ngoenha (Beazy) (v. l. n. r.). Nicht im Bild: Steven Oji (Hyfindr)

Seit vielen Jahren ist klar, dass Schwarze Gründer:innen nicht die gleichen Möglichkeiten und die nötige Unterstützung erhalten wie viele andere Gründer:innen – insbesondere wenn es um die Finanzierung geht. Und das, obwohl laut dem kommenden Black Report 2022 67 % der von Schwarzen geführten Tech-Startups in Europa Einnahmen generieren und durchschnittlich 8,2 Arbeitsplätze schaffen. Aus diesem Grund haben wir Anfang des Jahres eine zweite Investitionsrunde in den Google for Startups Black Founders Fund in Europa eröffnet, einen Fonds in Höhe von vier Millionen Dollar und Zugang sowie Unterstützung von Google-Mitarbeiter:innen, -Produkten und -Best Practices.

Aus mehr als 700 eingereichten Bewerbungen küren wir heute 40 Start-ups aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Schweden und Spanien, die eine Finanzierung und Unterstützung erhalten werden. Dazu gehören Sojo, die erste Änderungsschneiderei-App in Großbritannien und Kuorum aus Spanien, die Software für sichere und legale Online-Wahlen anbieten. Die vollständige Liste findet ihr hier.

Und nun Vorhang auf für die sechs Gewinner:innen aus Deutschland:

  • Propel (Berlin) bietet eine Plattform, die Tech-Talente auf dem afrikanischen Kontinent fördert und unterstützt. Und um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten, verknüpft Propel die vielversprechenden Talente mit größeren Tech-Communities in Afrika sowie mit großen Unternehmen in Europa.
  • Liquisto (Berlin) hat es sich zur Mission gemacht, Unternehmen Lösungen bereitzustellen, damit diese weniger Industrieabfälle produzieren.
  • REFRAMD (Berlin) stellt inklusive Brillenmodelle her, die über ihre eigene App individuell auf die und den Käufer:in – anhand der biometrischen Daten – vor der Produktion angepasst werden.
  • Hyfindr (Stuttgart) ist eine B2B-Plattform rund um das Thema „Wasserstoff“: Ingenieur:innen und Einkäufer:innen, die Produkte für die wachsende Wasserstoffwirtschaft kaufen oder entwickeln wollen, finden hier spezialisierten Produkte oder Dienstleistungen.
  • Beazy (Berlin) bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Foto- oder Videshoots über die Plattform zu organisieren, geeignetes Equipment und Studios zu buchen sowie die für ihr Projekt passenden Foto- und Videografen zu finden.
  • Mit der App von Feniska (Berlin) können Hunde- und Katzenhalter:innen den Gesundheitszustands ihres Vierbeiners kontrollieren, überwachen und mögliche Probleme frühzeitig erkennen.

Ebenfalls beim Event anwesend war Staatssekretär Michael Biel, Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Berlin ist stolz auf die Freiheit und Toleranz, die in der Stadt gelebt werden. Bei den Gründungen im Startup-Bereich spiegelt sich diese Diversität aber nicht ausreichend wider. Wir wollen und müssen uns in diesem Bereich noch viel stärker aufstellen, auch um die Lebensqualität und die Nachhaltigkeit unserer Stadt voranzutreiben. Googles Black Founders Fund ist dabei ein wichtiges Werkzeug.“

Fast ein Drittel der diesjährigen Gründer:innen sind Frauen und beschäftigen 300 Mitarbeitende. Zudem decken die ausgewählten Start-ups mehrere Branchen ab – von Gesundheit und Mode bis hin zu Sicherheit, Finanztechnologie und Bildung. Zwar heißt es oft, die mangelnde Vielfalt in der Technologiebranche sei ein Problem der Pipelines – doch die Vielfalt und Stärke der diesjährigen Gewinner:innen zeigt eindeutig, dass dies nicht der Fall ist.

Der 2020 ins Leben gerufene Google for Startups Black Founders Fund vergibt Geldprämien – ohne eine Gegenleistung in Form von Eigenkapital zu verlangen – und bietet praktische Unterstützung, um Schwarzen Unternehmer:innen beim Aufbau und der Entwicklung ihres Startups zu helfen. Der Black Founders Fund hat bereits mehr als 20 Millionen Dollar in Europa, Brasilien, Afrika und den USA vergeben, um von Schwarzen geführte Startups bei der Finanzierung zu unterstützen, Communities zu stärken und einen Generationswechsel herbeizuführen.

Zusätzlich zu den 100.000 Dollar (ca. 89.000 Euro) erhalten die Black Founders Fund-Empfänger:innen fortlaufende Google-Mentoring- und Produktunterstützung, um ihnen in jeder Phase ihres Startup-Prozesses zu helfen - einschließlich bis zu 200.000 Dollar (ca. 179.000 Euro) in Google Cloud Credits. Die Gründer:innen werden auch untereinander und mit der globalen Google for Startups-Community von Expert:innen für Unternehmensführung und Wachstum verknüpft. Darüber hinaus profitieren sie von Partnerschaften mit führenden Unternehmen, die ihnen technische Unterstützung sowie Rechtsberatung, Marketing- und Kapitalexpertise bieten.

Die Preisträger:innen des letzten Jahres haben innerhalb von sechs Monaten zusammen über 63 Millionen Dollar (ca. 59 Millionen Euro) an Finanzmitteln aufgebracht und mehr als 100 Mitarbeitende eingestellt. Heute steigen diese Zahlen weiter an und belaufen sich derzeit auf insgesamt 81 Millionen Dollar. Wir können es kaum erwarten, zu sehen, was diese nächste Gruppe von Gründer:innen erreichen wird.