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„Fliegendes Klassenzimmer 2.0“: Google bringt VR-Expeditionen an deutsche Schulen
Lernen mit Google

„Fliegendes Klassenzimmer 2.0“: Google bringt VR-Expeditionen an deutsche Schulen

Mit den Mitschülern in den Pazifik eintauchen, durch Schiffswracks schwimmen, einem Mantarochen in die Augen blicken – das alles, ohne die Luft anhalten zu müssen. Mit Google Expeditionen können Schulklassen nun vom Klassenzimmer aus auf Entdeckungsreise gehen. Das Virtual-Reality-System ermöglicht es Schulklassen, an entlegene Orte der Erde zu reisen, fremde Planeten zu entdecken oder sogar das Innere des menschlichen Körpers zu erforschen. Schülerinnen und Schüler erhalten dafür Cardboards, Virtual-Reality-Brillen von Google. Gesteuert wird die Reise durch Lehrkräfte mithilfe eines Tablets. So können sie abstrakte Unterrichtsinhalte anschaulich machen und Verständnis für die Welt „da draußen“ vermitteln.

Foto von Schülerinnen und Schüler einer Grundschule in Berlin-Zehlendorf, die Google Expeditionen testen.

Schülerinnen und Schüler einer Grundschule in Berlin-Zehlendorf testen Google Expeditionen.

Virtuell die Welt erkunden

Das Programm Google Expeditionen umfasst eine Sammlung verschiedener Virtual-Reality-Panoramen – 360-Grad-Aufnahmen, 3-D-Fotos und Videos sowie authentischer Umgebungsgeräusche, die zu verschiedenen Themen und Fächern die bestehenden Lehr- und Lernmittel ergänzen können. Während Schülerinnen und Schüler an den virtuellen Expeditionen teilnehmen, werden den Lehrkräften Hintergrundinformationen und Fragen zum Thema angezeigt, die mit ihren Klassen diskutiert werden können. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Stiftung Lesen einen erfahrenen Kooperationspartner für die Umsetzung des Programms gewinnen konnten, der mit der Entwicklung von Begleitmaterialien den Einsatz im Unterricht entlang der verankerten Lehr- und Lernziele unterstützt.

Neben dem Erkunden von markanten Orten wie dem Mount Everest oder den Pyramiden von Gizeh sind dank unserer Partner-Museen auch virtuelle Rundgänge durch verschiedene Ausstellungen möglich. So können Schulklassen beispielsweise die Exponate im Senckenberg Naturkundemuseum Frankfurt bestaunen oder die weiten Flure des American Museum of Natural History erkunden.

Pilotprogramm an deutschen Schulen

Am Gemeinschaftsstand der Stiftung Lesen, Fraunhofer IAIS und Google auf der diesjährigen didacta konnten interessierte Besucher Expeditionen testen und sich für ein Pilotprogramm bewerben. In unserem Newsletter informieren wir Interessierte über Neuigkeiten und Möglichkeiten zur Anmeldung, um ab dem Schuljahr 2017/2018 Google Expeditionen auch an ihre Schulen zu holen.

Auf der Bildungsmesse stellten wir neben Google Expeditionen auch eine Erweiterung der Programmierplattform „Open Roberta“, in Kooperation mit Fraunhofer IAIS vor. Besucher konnten damit neben LEGO-Robotern auch dem Mikrocontroller „Calliope mini“ Leben einhauchen.
Gruppenfoto mit Dr. Sigrid Fahrer, Sabine Frank, Dr. Susanne Eisenmann und Thorsten Leimbach

Dr. Sigrid Fahrer, Leiterin Digitale Strategie der Stiftung Lesen, Sabine Frank, Leiterin Verbraucher- und Jugendschutz bei Google, Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg und Thorsten Leimbach, Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS (v. l. n. r.).

Mehr digitale Werkzeuge fürs Klassenzimmer

In Sachen digitale Bildung kann in Deutschland noch viel passieren. Uns ist klar, dass nichts eine „echte Klassenfahrt“ mit dem Bus oder Zug ersetzen kann. Expeditionen bieten jedoch die einzigartige Möglichkeit, Spaß und Lernerfolg auf eine ganz neue Weise zu verbinden. Hierfür haben wir unsere Technologie genutzt, um Schülern und Lehrern überall auf der Welt einen neuen Zugang zu unterschiedlichen Themen sowie der Welt um sie herum zu erschließen. So lernen unsere Klassenzimmer – rund 80 Jahre nach Erich Kästner – endlich das Fliegen, zumindest virtuell.