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Lernen mit Google

Google Science Fair 2016: #howcanwe make things better with science?

Seit dieser Woche könnt ihr eure Projekte für die diesjährige Google Science Fair 2016 einreichen. Gemeinsam mit unseren Partnern LEGO Education, National Geographic, Scientific American und Virgin Galactic laden wir junge Forschende und Innovatoren dazu ein, mit Wissenschaft und Technologie einen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten. 

In diesem Post berichtet Olivia Hallisey, Gewinnerin des Hauptpreises 2015, von ihren persönlichen Erfahrungen mit der Google Science Fair. 

Foto von Olivia Hallisey, Gewinnerin des Hauptpreises der Google Science Fair 2015.
Ich erinnere mich noch gut an den Tag im letzten Jahr, als ich zum ersten Mal von der Google Science Fair gehört habe. Ich saß im Naturwissenschaftsunterricht der 10. Klasse, als unser Lehrer uns vom Wettbewerb erzählte und fragte: „Mit was für einem Projekt werdet ihr euch beteiligen?“ Diese direkte Aufforderung und natürlich die Herausforderung, die eine Teilnahme an der Google Science Fair bedeutete, haben mich sofort angesprochen. Es war eine gute Gelegenheit, mit Hilfe von Wissenschaft etwas in der Welt zu bewegen.

Der Bereich Wissenschaft hat schon immer meine Neugier und mein Interesse geweckt. Mir war sofort klar, dass ich ein Projekt einreichen wollte, ich wusste nur noch nicht genau, wie ich das Ganze angehen sollte. Ich bat meinen Lehrer, mir bei der Auswahl des Themas zu helfen und er ermutigte mich, mir ein Thema auszusuchen, das meine Leidenschaft weckt oder mich sehr beschäftigt und riet mir, mich dazu einmal aufmerksam in der Welt umzuschauen. Und das tat ich. Damals war die Ebola-Krise überall in den Schlagzeilen. Die Situation hatte verheerende Ausmaße angenommen und ich wollte einen Beitrag dazu leisten, die Krise zu mildern. Und schon hatte ich mein Projekt gefunden.

Da sich der Virus so unglaublich schnell verbreitete, entschied ich, nach Möglichkeiten für eine frühere Diagnose zu suchen. Damit sollten diejenigen, die tatsächlich erkrankt waren, so schnell wie möglich behandelt werden. Ich habe online über die günstigen Eigenschaften von Seidenproteinen gelesen, was die Stabilisierung des Blutserums und die Aufbewahrungsmöglichkeiten für Tests angeht und mir dann überlegt, diese für den Nachweis von Ebolavirus-Antigenen einzusetzen. Nach einer langen Reihe fehlgeschlagener Versuche (und einer Menge zerlegter Kokons) ist es mir schließlich gelungen, einen temperaturunabhängigen, praktischen und kostengünstigen Schnelltest zu entwickeln, mit dem sich das Ebola-Virus innerhalb von 30 Minuten nachweisen lässt. Ich fand es unglaublich aufregend, mit meiner Forschungsarbeit dazu beitragen zu können, Leben zu retten. Ich war stolz, als ich einige Monate später zur Gewinnerin des Hauptpreises gewählt wurde.

Anlässlich des Starts der Google Science Fair 2016 möchte ich euch nun einige Tipps aus eigener Erfahrung geben: Erstens: Beherzigt auch ihr den Ratschlag meines Lehrers und sucht in der Welt um euch herum nach Ideen und Inspiration. Falls ihr damit nicht weiterkommt, versucht es doch einmal mit dem Ideengenerator. Vielleicht hilft euch ja dieses Tool, ein Thema zu finden, das euch begeistert oder inspiriert. Zweitens: Sucht euch einen Mentor, der sich für die gleichen Themen interessiert wie ihr. Auf der Website der Google Science Fair findet ihr viele hilfreiche Ideen und Anregungen rund um den Wettbewerb. Und zu guter Letzt: Lasst euch nicht entmutigen – oft bringen einen die Dinge, mit denen man zunächst scheitert, sogar einen wichtigen Schritt weiter!


Ich kann alle Jugendlichen nur dazu aufrufen, die Chance, die Welt um uns herum ein bisschen besser zu machen, auch zu nutzen. Jeder von uns, unabhängig von seinem Alter oder Hintergrund, kann etwas bewirken – und wir jungen Menschen haben dabei oft noch weniger Angst, Dinge auszuprobieren, als Erwachsene. Doch wichtige Veränderungen lassen sich nicht über Nacht realisieren und beginnen oft mit einer Frage. Also seht euch um in der Welt, die euch umgibt, und fordert euch selbst heraus, einen Beitrag für eine bessere Zukunft zu leisten.

Naturwissenschaft ist nicht nur ein Schulfach – sie ist auch ein Weg, Dinge besser zu machen. Unsere Welt freut sich schon auf eure Ideen!