Zurück zum Hauptmenü
The Keyword Deutschland
Googler

„Inklusion ist keine Einbahnstraße“

Porträtfoto von Patrick Schilling

Grüezi Patrick – wo erwischen wir dich gerade?

Hoi zäme. Freut mich sehr, dass ihr euch die Zeit nehmt. Aktuell zu Hause in Zürich. Aber ich muss sagen: Einer der vielleicht coolsten Teile meines Jobs ist tatsächlich, dass ich viel durch Europa reisen und meine Kund:innen treffen darf – soweit dies aktuell natürlich geht. Madrid, Dublin, Kopenhagen, London. Alles sehr coole Städte. Auch wenn mir Züri dann natürlich immer sehr fehlt, denn hier lebe und arbeite ich seit knapp zwei Jahren.

Ursprünglich kommst du aber aus der Bodenseeregion in Deutschland. Wie bist du in der Schweiz gelandet?

Sehr, sehr gute Frage, die ich mir auch immer wieder stelle. Wie so oft der Fall, hat mein bisheriger Werdegang nicht wirklich ein lineares Element, sondern war mehr eine Verkettung schöner, zufälliger Ereignisse. Ursprünglich komme ich aus dem wunderschönen Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg. Dort wurde ich als erstes Kind zweier großartiger Eltern in eine Arbeiterfamilie hineingeboren. Und zwar gewissermaßen mit einer kleinen Überraschung. Bei Geburt wurde bei mir eine körperliche Behinderung festgestellt. Verkürzte Arme, verkürzte Beine. Ab früher Kindheit habe ich deshalb bereits zwei Beinprothesen bezogen und etwas später dann einen elektrischen Rollstuhl, um weitere Strecken zu überwinden. Sehr früh haben meine Eltern den Entschluss gefasst, dass wir als Familie einen sehr aktiven und proaktiven Ansatz zu meiner Behinderung wählen werden. Auch wenn es damals noch nicht Gang und Gäbe war, konnte ich so trotzdem den Regelkindergarten, die Regelgrundschule, und später dann als erster in meiner Familie ein Regelgymnasium in Tuttlingen besuchen. Eine der ersten aktiven Erinnerungen die ich habe, war, wie wir gemeinsam eine Inklusionsschule für Menschen mit Behinderung besuchten. Nach einer knappen Stunde meinte die Schulleitung dann: „Herr und Frau Schilling, Ihr Sohn hat hier nichts verloren. Tun Sie alles dafür, dass er auf eine Regelschule gehen kann.“ Und genau das haben meine Eltern dann getan. Bis heute sind wir den damaligen Schulleitungen dankbar, dass sie mit mir einen „Leap of faith“ – also einen Sprung ins Ungewisse – genommen haben. Damals waren Schulen infrastrukturell und auch philosophisch noch nicht so gewappnet, inklusive Umfelder zu schaffen. Trotzdem haben wir dann genau das getan.

Nach meinem Abi habe ich dann in Reutlingen International Management studiert. Das Coole an diesem Studiengang war, dass er es mir erlaubt hat, zwei Jahre in Deutschland und dann zwei Jahre in den USA an der NC State University in Raleigh, North Carolina zu studieren. Von den USA war ich als Kind schon sehr fasziniert, sodass ich unbedingt dort leben wollte. Und das trotz Rollstuhl und Behinderung. Wenn ich heute darauf zurückblicke, wie spontan vieles damals ablief, wundere ich mich manchmal, wie meine Familie und ich den Mut aufgebracht haben, diesen Schritt zu wagen. Fragen wie „Was mache ich, wenn mein Rollstuhl kaputt geht?“ haben uns natürlich beschäftigt – und wir hatten keine guten Antworten darauf, außer: „Lasst uns das Beste hoffen.“ Natürlich ging der Rollstuhl dann irgendwann kaputt. Aber wie mit allem im Leben: Wenn man den Mut aufbringt, Schritte zu wagen, findet man eine Lösung. Rückblickend war die Zeit in den USA, die Erfahrungen, die Reisen, die Learnings und die Freundschaften, eine der erfüllendsten Zeiten in meinem Leben.

Was hat dich dazu bewegt, dich bei Google zu bewerben?

Technologie und ihr Einsatz, um für gesellschaftlichen Fortschritt zu sorgen, hat mich schon immer fasziniert. Wenn man in Abhängigkeit von einer Technologie – in meinem Fall der Rollstuhl – aufwächst, entwickelt man schnell ein inhärentes Interesse daran, Technologie weiterentwickeln. Insbesondere das Internet war ein riesiger Gamechanger. Plötzlich konnte ich Artikel und Bücher lesen, ohne in die nur durch Treppen zugängliche Bibliothek zu gehen. Letztlich war es dann aber während eines sechsmonatigen Praktikums bei SAP in den USA, wo sich meine Faszination für digitale Transformation, künstliche Intelligenz, die Singularität und andere aufkommende Technologien zementiert hat. Zu dieser Zeit durfte ich auch zum ersten Mal den Google Campus in Mountain View, Kalifornien besuchen. Dort habe ich die Motivation und den Drive der Googler gespürt und gemerkt, wie freundlich und hilfsbereit alle sind. Für mich war klar, dass hier alle versuchen, die größten Probleme der Menschheit zu lösen – und mein Ziel war es von da an, dass ich einmal für Google arbeiten wollte. Als ich dann die erste Stellenausschreibung für eine Rolle in Dublin gesehen habe, war mein Entschluss schnell gefasst. „And they lived happily ever after“, wie man so schön sagt … (lacht)

War deine Behinderung eine Hürde im Bewerbungsprozess bei Google?

Um die Frage sehr schnell und grundsätzlich zu beantworten: Nein. Wenn ich kurz auf das Makro-Level gehen darf: Ich glaube, wir befinden uns gerade an einem gesellschaftlichen Wendepunkt, an dem sich das Narrativ um Menschen mit Behinderung wegdreht von „Wie schaffen wir es, Menschen mit Behinderung ein würdevolles Leben zu ermöglichen“ hinzu „Wie können wir die idiosynkratischen Stärken von Menschen mit Behinderung nutzen, um unser Unternehmen, unsere Partei, unseren Verein zu verbessern?“

Was heißt das jetzt bezogen auf den Interviewprozess? Google und eine zunehmende Anzahl an Unternehmen haben genau das verstanden. Während eine Behinderung in der Vergangenheit also eher als nachteilig empfunden werden könnte, suchen Unternehmen nun aktiv nach den Stärken von Menschen mit Behinderung.

Der Einstellungsprozess war eine Herausforderung für mich, aber gleichzeitig auch sehr inspirierend. Ich war damals noch an der US-Westküste und habe mich für eine Stelle in Europa beworben. Obwohl die Recruiterin ihr Bestes gegeben haben, um die Zeitverschiebung auszugleichen, bin ich trotzdem um 6 Uhr morgens aufgestanden, habe drei Espressi-Tassen getrunken und bin danach in die Vorstellungsgespräche gegangen.

Während all meiner Gespräche haben mir alle Personen, die ich dort kennenlernen durfte, versichert, dass Google das Unternehmen ist, für das ich gerne arbeiten möchte. Google hat eine Richtlinie, die es erlaubt, besondere Bedürfnisse, die man aufgrund einer Behinderung hat, anzugeben. Das habe ich gemacht – und im Anschluss haben sowohl die Recruiterin als auch der einstellende Manager dafür gesorgt, dass der Prozess möglichst reibungslos und auch erfolgreich für mich abläuft.

Hast du einen Tipp für alle, die sich bei Google bewerben möchten?

Das Wichtigste ist, dass sich Interessierte gut vorbereiten – auf der Karriereseite von Google gibt es hierzu viel Wissenswertes. Ein Tipp meinerseits ist aber auch, dass man sich als Bewerber:in an aktuelle Google-Mitarbeiter:innen wendet und mit ihnen spricht. Wir freuen uns, Bewerber:innen bei der Vorbereitung zu helfen und unsere Erfahrungen weiterzugeben.

Was motiviert dich, deinen Laptop anzuschmeißen?

Es ist wirklich toll, zu sehen, wie sich die größten Unternehmen der Welt transformieren und für das digitale Zeitalter fit machen. Ich finde es außerdem sehr inspirierend, wie begeistert unsere Kund:innen von den scheinbar unendlichen Möglichkeiten sind, die Technologien wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen bieten, um ihr Geschäft auszubauen und ihre Kund:innen noch besser zu erreichen und zu bedienen.

Neben deiner Kernarbeitszeit setzt du dich intern als auch extern für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Wie sieht dein Engagement aus?

Von Geburt an lebe ich mit einer körperlichen Behinderung. Gerade in meiner Kindheit und Jugend hat diese meine Familie vor eine Reihe von Herausforderungen gestellt. Die Überwindung dieser Herausforderungen, die ständige Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit und die Weitergabe meiner Erfahrungen, um andere zu stärken, sind zu einer der wichtigsten Motivationen meines Lebens geworden.Ich war als Erster in meiner Familie an einer Universität. Auf dem Weg dorthin haben meine Familie und ich eine Reihe von Herausforderungen und Hürden überwunden, wie z. B. die Tatsache, dass ich die erste Person mit einer Behinderung an dem Gymnasium in Tuttlingen war, an dem ich mein Abitur gemacht habe.

Es gab einerseits schwere gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, auf der anderen Seite aber viel Bereitschaft von vielen tollen Menschen in meinem Umfeld, um diese zu beseitigen. Nach dem Abitur habe ich mich in der Kommunal- und Landespolitik engagiert. Ich habe bereits damals mehrere Organisationen mitbegründet, die sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen. In dieser Funktion habe ich zu der Zeit angefangen, öffentlich Vorträge darüber zu halten, wie politischer und technischer Fortschritt eine immer inklusivere Gesellschaft schaffen kann.

Nimm uns einmal in deinen Alltag mit. Wie begegnen dir Mitmenschen?

Das ist sehr schwierig zu generalisieren. Wenn ihr mir eine Analogie aus dem Cloud-Umfeld zur Veranschaulichung erlaubt: Im Cloud Security-Bereich spricht man von einem shared responsibility model, also einer Herangehensweise, welche die Verantwortung gerecht verteilt. Konkret bedeutet dies, dass die Cloud-Provider (Google Cloud, Azure, AWS etc.) nur gemeinsam mit den jeweiligen Kund:innen die ganzheitliche Sicherheit der Daten anstreben können.

Im Umgang mit Menschen mit Behinderung ist das ähnlich. Als Rollstuhlfahrer habe ich einen genauso großen Anteil daran zu leisten, dass wir uns gegenseitig wohlfühlen, genauso wie alle Menschen ohne Behinderung. Schließlich könnte es für Personen auf der Straße das erste Mal sein, dass sie mit einem Rollstuhlfahrer agieren. Für mich ist die Interaktion jedoch alltäglich. Ich denke, Menschen mit Behinderung müssen zu einem gewissen Grad die Empathie aufbringen, dass Interaktionen ungewisse Situationen sein können. Gleichzeitig wäre mein größter Tipp für alle allerdings: Seid offen, mutig und bereit, aus Interaktionen zu lernen. Inklusion ist keine Einbahnstraße.

In allen Ländern, in denen ich bislang gelebt habe (Deutschland, USA, Irland, Schweiz), habe ich eine kontinuierliche Verbesserung in der Natürlichkeit im Umgang mit Menschen mit Behinderung gespürt. Vor allem die USA sind hier in vielerlei Hinsicht Vorreiter. Auf der infrastrukturellen bzw. gesetzlichen Ebene hat der Americans with Disabilities Act bereits im Jahre 1990 viele Grundlagen geschaffen, die den Zugang zu öffentlichen Gebäuden oder dem öffentlichen Nahverkehr beispielsweise erleichtern. In Europa ist es oftmals viel schwieriger, ein 500 Jahre altes Rathaus barrierefrei umzubauen. Auch von der Denkweise her habe ich insbesondere Amerikaner:innen als sehr offen und hilfsbereit erlebt. Die „Let’s figure it out“-Einstellung, die in Amerika vielerorts vorherrscht, findet auch Anwendung im sozialen Umgang. “I am not sure if you need help or how I can help you, but just let me know and I’ll do it”, also „Ich weiß nicht, ob du Hilfe benötigst oder wie ich dir helfen kann, aber lass es mich wissen und ich tu’s gerne“ war ein Satz, den ich auf dem Unicampus oder auf der Arbeit oft gehört habe.

In Deutschland und der Schweiz gleichermaßen würde ich sagen, dass wir hier noch ein wenig Aufholpotenzial haben. Klar, mit Ungewissheit tut sich niemand leicht. Aber ein bisschen mehr Mut und weniger Berührungsängste würde uns allen schon gut tun.

Was sollten Mitmenschen niemals ungefragt tun?

Sich von der Angst vor dem Ungewissen von der Interaktion abhalten lassen. Ein Beispiel hierzu:

Im Alltag begegne ich in Geschäften oder anderen Gebäuden oft der Situation, dass ich aus dem Rollstuhl heraus eine schwere, nicht automatische Tür öffnen muss. Oftmals, wenn umliegende Passanten mich auf so eine Tür zufahren sehen, kann ich in ihren Augen genau eine sich breit machende Panik oder Unsicherheit erkennen. „Soll ich die Tür öffnen? Denkt er dann, ich nehme an, er könne es nicht selbst? Soll ich die Tür nicht öffnen? Werde ich dann als unhilfsbereit wahrgenommen?“ Alles sicher valide Fragen, über die man gut und gerne nachdenken kann. Was viele Leute dann machen: sich umdrehen und weglaufen. Und von all den Optionen, die zur Auswahl stünden – Tür offnen, Tür nicht öffnen, das Gespräch suchen – ist das wohl mit Abstand die schlechteste. Warum? Weil es allen Beteiligten die Gelegenheit nimmt, ins Gespräch zu kommen, voneinander zu lernen und Berührungsängste abzubauen. Das Beste, was man tun kann, ist immer, auf respektvolle Art und Weise den Dialog zu suchen.

Ein Video von Patrick Schillings englischsprachiger Rede bei der Frühjahrs-Auftaktveranstaltung der NC State University im Frühjahr 2018
10:25

Heute ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Die Kampagne #PurpleLightUp setzt an diesem Tag rund um die Welt ein sichtbares Zeichen für Menschen mit Behinderungen. Symbolisch wird die Farbe „Purple“ (lila) in unterschiedlichen Aktionen verwendet, unter anderem werden Google Büros an mehreren Standorten farblich beleuchtet. Warum braucht es so eine Visibilität?

Visibilität schafft Bewusstsein, schafft Veränderung. Auch wenn laut der Weltgesundheitsorganisation knapp 15% der globalen Weltbevölkerung eine Behinderung haben, kann das Thema für Menschen, die sich damit noch nie beschäftigt haben, im Alltag nicht gerade oberste Priorität haben. Das Bewusstsein dafür, dass wir in Sachen Inklusion noch ein Stück davon entfernt sind, all unsere Ziele zu erreichen, ist enorm wichtig. Aktionen wie #PurpleLightUp setzen hier wichtige Akzente. #GayPride ist ein sehr gutes Erfolgsbeispiel aus einer anderen historisch unterrepräsentierten Gesellschaftsgruppe. Jedes Jahr nehmen mehr und mehr Organisationen am PurpleLightUp teil und ermutigen ihre Mitglieder, zu reflektieren. Das zu sehen, ist ein schönes Gefühl.

Wo ist Google schon auf einem guten Weg und wo könnte noch mehr passieren, wenn es um die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten geht?

Insgesamt sind wir bei Google sehr privilegiert, was diesen Bereich angeht. Bei allen Stationen einer oder eines Angestellten ist sehr großes Bewusstsein da, Menschen mit Behinderung zu inkludieren und gezielt ihre Stärken in Szene zu setzen. Ein Beispiel aus meiner persönlichen Erfahrung: Als ich im Juni letzten Jahres nach Zürich gezogen bin, hat mich noch in Woche eines unserer Gebäudemanagement-Teams kontaktiert, um mit mir einen Rundgang durch das Gebäude zu machen. Gemeinsam haben wir alle Dinge notiert, die verändert werden könnten. Von einfachen Dingen wie „Wo stellen wir Kaffeetassen so hin, dass sie auch Rollstuhlfahrer erreichen können?“ bis hin zu strukturellen Eingriffen, um Türen im Büro zu automatisieren. Knapp zwei Wochen später war bereits alles umgesetzt. So ein Glück genießt sicher nicht jeder.

Nichtsdestotrotz gibt es auch noch Bereiche, in denen Google sich verbessern kann. Stichwort: Einstellungsverfahren. Vor ein paar Jahren durfte ich einen Rollstuhlfahrer aus London durch seinen Interviewprozess begleiten und meine Erfahrungen mit ihm teilen. Er hat sich damals für eine Telesales-Rolle in Dublin beworben, das bedeutet, er hätte die meiste Zeit des Tages mit Kund:innen telefoniert. Für ihn hätte das bedeutet, gemeinsam mit seinem Pfleger aus seinem Elternhaus in London in eine barrierefreie Wohnung in Dublin zu ziehen, die Platz für ihn und seinen Pfleger bietet. Letztlich hat er sich dagegen entschieden, die Rolle anzutreten. Kritisch hinterfragt: Es handelt sich um einen Job, bei dem er die meiste Zeit am Telefon und dem eigenen Laptop verbringt. Könnte er diesen Job nicht genauso gut aus London machen – aus dem Umfeld, welches für ihn funktioniert? Bei solchen Dingen könnten wir, wie ich finde, noch empathischer und flexibler werden. Das Feedback habe ich dann an unsere HR-Teams weitergeleitet, die sofort bereit waren, Maßnahmen zu ergreifen.

Stichwort Allyship: Was wünschst du dir, wie sich Verbündete noch mehr einsetzen können?

Beim Allyship haben wir oftmals die fragwürdige Annahme, dass es immer die großen Dinge sein müssen. Organisationen gründen, Konferenzen abhalten, etc. Oftmals sind es aber die kleinen Dinge, die den eigentlichen Unterschied ausmachen. Wenn ihr eine:n Arbeitskolleg:in mit Behinderung habt, sprecht doch einmal in einer (virtuellen) Kaffeepause. Lernt voneinander. Wenn ihr lokale Organisationen oder Vereine in der Umgebung habt, die sich um Inklusion bemühen, nehmt euch die Zeit und geht zu einem ihrer Events. Wenn ihr in der Bar, auf der Straße, in der S-Bahn jemanden überhört, der unangebrachte Sprache verwendet à la „Die neue Deadline für mein Projekt ist absolut behindert“, interveniert und sucht den Dialog. Die vermeintlich kleineren Dinge haben oftmals den größten Einfluss. „Kleinvieh macht auch Mist“, wie man in meiner Heimat, dem schönen Baden-Württemberg, sagt.

Zum Abschluss: Zürichsee oder Bodensee?

(lacht). Zürichsee zum Spazieren. Bodensee zum Eis essen und Kaffee trinken. Als gebürtiger Schwabe gewöhnt man sich wahrscheinlich nie an die Schweizer Preise.