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Google I/O '22: Leben in einer Multi-Geräte-Welt mit Android

Es gibt drei Reihen von Android-Geräten, darunter ein Telefon, ein Tablet und eine Uhr. Der Name und das Logo von Android befinden sich in der Mitte des Bildes mit einem marineblauen Hintergrund.

Android hat sich zum beliebtesten Betriebssystem der Welt entwickelt und bietet Menschen überall per Smartphone Zugang, Konnektivität und Informationen. Es gibt rund um den Globus monatlich über drei Milliarden aktive Android-Geräte und alleine im letzten Jahr wurden mehr als eine Milliarde neuer Android-Smartphones aktiviert. Wenn es um smarte Technologien geht, greifen Nutzer:innen nach wie vor am liebsten zum Smartphone. Doch mehr und mehr erobern sich auch andere Geräte mit vernetzter Technologie einen festen Platz in unserem Leben, wie z. B. Smart-TVs, intelligente Autos oder Smartwatches.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Geräte immer weiter zu verbessern und auszubauen. Wir entwickeln neue Möglichkeiten, den Alltag produktiver zu gestalten – egal, ob ihr am liebsten das Smartphone oder andere Geräte nutzt. Mit unseren Updates tragen wir dazu bei, dass Geräte zusammen noch besser und nahtloser funktionieren.

Eine Welt voller Möglichkeiten – mit dem Android-Smartphone

Mit Android 13 bringen wir einige Updates in den Bereichen Datenschutz und Sicherheit, Personalisierung und Funktionen für Geräte mit großem Display wie beispielsweise TVs heraus. Eine Vorschau darauf gab es bereits in den Developer Previews und der ersten Beta-Version. Aber auch für frühere Android-Versionen führen wir Neuerungen ein, um eure Unterhaltungen Privatsache bleiben zu lassen, um eure digitale Identität zu schützen und damit sich alltägliche Aufgaben einfacher erledigen lassen.

Wir haben mit Mobilfunkanbietern und Mobiltelefonherstellern rund um die Welt zusammengearbeitet, um SMS und MMS auf ein ganz neues Niveau zu heben. Mit dem neuen, modernen Messaging-Protokoll RCS lassen sich Fotos in hoher Qualität teilen und Nachrichten über WLAN verschicken. Und auch eure Gruppennachrichten funktionieren damit reibungsloser.

Für das mobile Ökosystem ist das ein großer Schritt nach vorne und wir freuen uns sehr über diese Entwicklung! "Mittlerweile hat die Messages-App von Google bereits eine halbe Milliarde monatlich aktive RCS Nutzer - Tendenz schnell steigend." Für direkte Unterhaltungen zwischen zwei Nutzer:innen bietet Google Messages bereits Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Im Laufe der nächsten Monate wird es dann auch für eure Gruppenunterhaltungen eine offene Betaversion mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geben.

Es werden drei Nachrichten aus einer Gruppennachricht zwischen Freund:innen gezeigt, die sich auf einen gemeinsamen Backkurs freuen.

Auch wenn es darum geht, wichtige Dinge sicher aufzubewahren und zum richtigen Zeitpunkt zur Hand zu haben, kann das Smartphone eine Rolle spielen. Gerade in den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass die Digitalisierung in unserem Leben immer schneller voranschreitet. Ein gutes Beispiel sind digitale Autoschlüssel oder auch Impfzertifikate. Das neue Google Wallet für Android setzt neue Standards für die Aufbewahrung und den Zugriff auf die Sachen, die man dabei haben möchte, wie z. B. Zahlungs- und Fahrkarten, Veranstaltungstickets, Bordkarten, Kundenkarten oder den Schülerausweis. Google Wallet wird zunächst für Wear OS herausgebracht, mit einer Unterstützung für Bankkarten.

In Zukunft werden auch Zimmerschlüssel von Hotels oder Zugangskarten für Bürogebäude von eurem Smartphone abgerufen werden können. Und weil auch Ausweisdokumente immer dabei sein sollten, arbeiten wir jetzt schon mit einigen US-Staaten und internationalen Partnern daran, euch im Laufe des Jahres auch eine Lösung für Führerscheine und Personalausweise bestimmter Staaten in Google Wallet anbieten zu können.

Wir entwickeln auch neue Möglichkeiten zur nahtlosen Zusammenarbeit mit anderen Google-Apps und -Diensten: Wenn ihr zum Beispiel eine unterstützte Fahrkarte zu Wallet hinzufügt, wird sie euch samt dem darauf verfügbaren Guthaben auch in Google Maps angezeigt, wenn ihr nach einer Verbindung sucht. Sollte euer Kartenguthaben nicht ausreichen, könnt ihr es einfach mit einem Tippen wiederaufladen, lange bevor ihr am Bahnhof angekommen seid. Natürlich kann diese Option in den Datenschutzeinstellungen kontrolliert werden.

Ein Nutzer oder eine Nutzerin sucht auf seinem bzw. ihrem Handy nach einer Wegbeschreibung vom Flughafen San Francisco auf Google Maps. Da nach Routen für öffentliche Verkehrsmittel gesucht wird, fordert das Telefon zum Aufladen der Clipper-Karte auf, eine im gesamten Gebiet der San Francisco Bay Area verwendete Nahverkehrskarte. Mit einem Fingertipp wird der gewünschte Geldbetrag auf die Karte geladen.

Smartphones können aber noch viel mehr als sichere Kommunikation oder die Sicherung der digitalen Identität – denken wir nur an medizinische Notfälle oder Naturkatastrophen. Heutzutage trägt fast jeder im Alltag ein Smartphone oder eine Smartwatch bei sich. Wir haben Android mit wichtigen Funktionen ausgestattet, zum Beispiel dem Notfall-Standortdienst, der Rettungskräften dabei hilft, euch zu finden, wenn ihr einen Notruf absetzt.1 Vor Kurzem haben wir den Notfall-Standortdienst auch in Bulgarien, Paraguay, Spanien und Saudi-Arabien verfügbar gemacht – er steht somit über einer Milliarde Menschen weltweit zur Verfügung.

Das Erdbebenwarnsystem von Android kann bereits in 25 Ländern genutzt werden. In den kommenden Monaten werden wir es zusätzlich in vielen weiteren erdbebengefährdeten Risikogebieten einführen. Außerdem starten wir noch in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit unseren Partnern für ein weiteres wichtiges Projekt: Wir wollen die Funktion Notfall-SOS in Wear OS integrieren. So können mit der Smartwatch im Notfall auch enge Freund:innen, Familienmitglieder oder direkt der Rettungsdienst verständigt werden.

Eine Smartwatch zeigt die Notruf-SOS-Funktion. Auf dem Ziffernblatt ist ein roter Kreis eingezeichnet, der die Zeit herunterzählt, bevor ein Notruf direkt von der Smartwatch aus abgesetzt wird. In diesem Beispiel wird 911 angerufen.

Apps und Dienste, die über das Telefon hinausgehen

Neben Smartphones zählen Smartwatches und Tablets zu den wichtigsten und persönlichsten Geräten, die wir im täglichen Leben nutzen.

Nach der Einführung unserer gemeinsamen Plattform mit Samsung letztes Jahr gibt es heute mehr als dreimal so viele aktive Wear OS-Geräte als noch im vergangenen Jahr. Im Laufe dieses Jahres erwarten euch weitere Wear OS-Geräte von Samsung, Fossil Group, Montblanc, Mobvoi und weiteren Herstellern. Und zum ersten Mal wird Google Assistant in Samsung Galaxy-Smartwatches integriert – in der Watch 4-Serie ist er schon bald für euch da. Google Assistant wurde für Wear OS weiter verbessert und begeistert mit noch schnelleren und natürlicheren Sprachinteraktionen. So könnt ihr noch besser auf nützliche Funktionen wie die Sprachnavigation zugreifen oder Erinnerungen einrichten.

Auch weitere eurer Lieblings-Apps findet ihr bald auf Wear OS-Geräten, darunter Spotify, adidas Running, LINE und KakaoTalk – alle in einer weiterentwickelten Form für die Nutzung direkt an eurem Handgelenk. Im Verlauf dieses Jahres kommen auch Apps wie SoundCloud und Deezer dazu.

Verschiedene App-Logos, darunter Spotify, adidas Running, LINE und weitere sind kreisförmig um eine Smartwatch angeordnet.

Wir investieren in großem Maße in Tablets und haben in Version 12L die Benutzeroberfläche optimiert, um die Nutzung auf größeren Displays übersichtlicher zu gestalten. Wir haben auch neue Funktionen entwickelt, die euch beim Multitasking unterstützen. So könnt ihr jetzt auf die Symbolleiste tippen, um die App-Ablage zu sehen, und euch Apps durch Drag-and-drop nebeneinander anzeigen lassen.

Zusätzlich zu diesen Updates auf Systemebene haben wir auch daran gearbeitet, die Nutzung von Apps auf Android-Tablets zu verbessern. Im Laufe der nächsten Wochen werden wir mehr als 20 Google-Apps wie YouTube Music, Google Maps oder Messages aktualisieren, um den zusätzlichen Platz voll zu nutzen.

Zu sehen ist eine Collage aus bunten Tablets, auf denen jeweils eine andere App läuft, z. B. Google Übersetzer, Google Maps, Google TV, Google Fotos, Gmail und mehr. Das Android-Logo befindet sich in der Mitte des Bildes mit dem Text „20+ optimized Google tablet apps“ in großen Buchstaben.

Wir arbeiten auch mit Anbietern anderer Apps zusammen, um diese ebenfalls an die neue Oberfläche anzupassen. Dazu gehören unter anderem TikTok, Zoom, Facebook und viele weitere. Schon bald könnt ihr dank einer Aktualisierung von Google Play ganz einfach nach allen Apps suchen, die für Tablets optimiert sind.

Die Google Play-App ist auf einem Tablet geöffnet. Apps wie TikTok, Instagram, WhatsApp und Zoom sind im Abschnitt „Top Free“ der App-Charts aufgelistet, jeweils mit einer Schaltfläche „Installieren“ daneben.

So arbeiten eure kompatiblen Geräte besser im Team

Aufgaben lassen sich viel einfacher erledigen, wenn alle eure verbundenen Geräte miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. Das offene und flexible Android-Betriebssystem läuft auf Smartphones, Smartwatches, Tablets, Fernsehern und in Autos. Es funktioniert auch bestens mit Geräten wie Kopfhörern, Lautsprechern oder Laptops. Bei all diesen Geräten bauen wir auf unseren bestehenden Entwicklungen auf und führen noch einfachere und nützlichere Funktionen für den Alltag ein.

Dank integrierter Chromecast-Technologie könnt ihr auf verschiedenen Geräten Videos ansehen oder Musik hören, je nachdem, wo ihr gerade seid oder was ihr macht. So könnt ihr zu Hause auf dem Fernseher ganz einfach den Rest des Films anschauen, den ihr euch zuvor auf dem Heimweg auf eurem Smartphone angesehen habt. Wir arbeiten daran, neue Produkte und Geräte neuer Partner streamingfähig zu machen, etwa Chromebooks oder sogar euer Auto (solange es geparkt ist oder lädt).

Zu sehen ist das Innere eines Autos mit einem YouTube-Video, das von einem Smartphone auf das Display im Auto übertragen wird.

Eure Kopfhörer sollten einfach zwischen verschiedenen Tonquellen wechseln direkt vom Film auf dem Tablet zum eingehenden Anruf auf eurem Smartphone. Und wenn ihr Aufgaben auf mehreren Geräten gleichzeitig erledigen müsst, könnt ihr schon bald eine URL oder ein Bild auf dem Smartphone kopieren und dann auf eurem Tablet einfügen.

Diese Grafik zeigt ein:e Nutzer:in beim Kopieren eines Bildes aus dem Internet aufs Handy. Nach Auswahl des Symbols „Teilen in der Nähe“ befindet sich das Bild vom Telefon nun in der Zwischenablage des Tablets. Über einen Klick auf „Einfügen“ in einer Folie in Google Slides erscheint das Bild vom Telefon auf dem Tablet.

Anfang des Jahres haben wir eine Vorschau auf die Möglichkeiten zur Nutzung von Funktionen auf mehreren Geräten gegeben, etwa die Erweiterung von Phone Hub auf Chromebooks, womit ihr auf alle Messaging-Apps auf eurem Smartphone zugreifen könnt. Beim Streaming von eurem Smartphone auf euren Laptop könnt ihr dann Nachrichten senden oder beantworten, den Unterhaltungsverlauf ansehen und Messaging-Apps auf eurem Laptop öffnen. Die Unterstützung von “Schnelles Pairing” wird auf weitere Geräte ausgeweitet, ebenso wie die integrierte Unterstützung für Matter auf Android. So wird es noch einfacher, eure kompatiblen Geräte einzurichten und zu koppeln.

Ob Android neue Möglichkeiten auf eurem Smartphone oder den vielen anderen Geräten in eurem Alltag bietet – wir stehen euch in der Multiscreen-Welt immer zur Seite.


Weitere Informationen


1

Weitere Informationen zum Notfall-Standortdienst und zu dessen Voraussetzungen und Einschränkungen findet ihr hier.