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The Keyword Deutschland
Google News Initiative

Die Zukunft digitaler Abonnements fördern



Journalismus liefert präzise und schnelle Informationen, wenn diese am wichtigsten sind. Er formt unser Verständnis von wichtigen Fragen und treibt uns an, die Wahrheit zu suchen und mehr herauszufinden. Menschen wenden sich auf der Suche nach qualitativ hochwertigen Inhalten auch an Google. Unsere Aufgabe ist es, ihnen bei dieser Suche zu helfen. Manchmal verbergen sich diese Inhalte aber hinter einer Paywall.

Auch wenn Untersuchungen ergeben haben, dass immer mehr Menschen zum Abschluss eines Abonnements bereit sind, werden viele durch den manchmal umständlichen Vorgang bei der Anmeldung abgeschreckt. Das ist keine gute Nachricht, weder für Nutzer noch für Verlage, für die Abos eine immer wichtigere Erlösquelle darstellen.

Um diese Probleme zu adressieren, haben wir uns mit Verlagen darüber ausgetauscht, wie wir ihr Abonnement-Geschäft unterstützen können. Dabei konzentrieren wir uns auf folgende Punkte:

  • Flexible Leseproben ersetzen „First Click Free“. Ab dieser Woche beenden wir daher unsere „First Click Free Policy“, nach der Verlage pro Tag mindestens drei Artikel über die Google-Suche und über Google News kostenlos bereitstellen mussten, bevor den Nutzern eine Paywall angezeigt wurde.
  • Langfristig arbeiten wir an einem Paket aus Produkten und Diensten, das die Herausgeber darin unterstützen soll, neue Zielgruppen zu erreichen, mehr Abonnements zu verkaufen und so mehr höhere Einkünfte zu generieren.
  • Wir untersuchen auch, wie wir den Kaufprozess vereinfachen können, und es für Google-Nutzer einfacher zu machen, das Abo auf all unseren Plattformen optimal zu nutzen.  
Unser Ziel ist es, das Abonnements reibungslos funktionieren, überall und für alle Nutzer.


First Click Free

Diese Woche beenden wir unsere First Click Free-Policy und führen ein Modell mit flexiblen Leseproben ein. Bei diesem entscheiden die Verlage auf Basis ihrer geschäftlichen Strategie selbst, wie viele Artikel sie potenziellen Abonnenten gegebenenfalls kostenlos bereitstellen möchten. Dieser Schritt stützt sich auf unsere eigenen Untersuchungen, Feedback von Herausgebern und monatelange Versuche mit der New York Times und der Financial Times, die beide erfolgreiche Abo-Dienste anbieten.

„Googles Entscheidung, Herausgeber selbst über die Menge an Inhalten entscheiden zu lassen, die sie Lesern in Form einer Leseprobe anbieten, ist eine positive Entwicklung“, so Kinsey Wilson, ein Berater von Mark Thompson, President und Chief Executive der New York Times. „Es ist für uns auch ermutigend, dass Google bereit ist, andere Möglichkeiten zur Förderung von auf Abonnements basierenden Geschäftsmodelle zu prüfen. Wir freuen uns darauf, mit Google weiter an der Entwicklung intelligenter Lösungen zu arbeiten.“

Verlage haben generell festgestellt, dass der kostenlose Zugang zu einigen Inhalten ein Weg ist, um Leute vom Abschluss eines Abos zu überzeugen. Die typische Form einer solchen Leseprobe nennt sich “Metering”, das den Lesern eine vorher festgelegte Zahl kostenloser Artikel anzeigt, bevor sich die Paywall einschaltet. Wir empfehlen folgende Herangehensweise:

  • Monatliches Metering bietet gegenüber der täglichen Variante mehr Flexibilität, um mit der Zahl von kostenlosen Artikeln zu experimentieren und jene Leser zu erreichen, bei denen die Wahrscheinlichkeit, Abonnent zu werden, am größten ist.
  • Für die meisten Verlage sind 10 freie Artikel pro Monat ein guter Ausgangspunkt.
  • In unserem Webmaster Blog und unserer Anleitung zu Flexiblen Probeinhalte finden Sie weitere Informationen dazu. 
Dieser Ansatz des ‘try before you buy’ bestätigt das, was viele Herausgeber bereits wissen: Sie müssen in irgendeiner Form kostenlose Leseproben anbieten, um im Internet Erfolg zu haben. Wenn deren Umfang zu gering ist, werden weniger Nutzer auf Links zu diesen Inhalten klicken oder diese teilen. Dies könnte sich langfristig auch nachteilig auf die Markenbeliebtheit und den Traffic auf der eigenen Webseite auswirken.


Abo-Support

Die Anmeldung für hochwertige Inhalte sollte nicht so schwer sein, wie dies heute der Fall ist. Sich auf einer Seite anzumelden, mehrere Kennwörter zu erstellen und sich diese zu merken sowie Kreditkartendaten einzugeben – all das sind lästige Hürden, die wir gerne beseitigen möchten.

Im ersten Schritt nutzen wir unsere bestehenden Identitäts- und Zahlungsfunktionen, um Nutzern dabei zu helfen, sich mit einem einzigen Klick auf der Webseite des Herausgebers anzumelden. Anschließend können sie problemlos und von jedem Ort aus auf diese Inhalte zugreifen – ganz gleich, ob es über die Webseite oder die mobile App dieses Herausgebers oder über Google Play Kiosk, die Google-Suche oder Google News ist.

In der Nachrichtenbranche gibt es Abonnements ganz unterschiedlicher Arten und Größen – das variiert von Verlag zu Verlag. Deshalb arbeiten wir mit Verlagen weltweit zusammen, um herauszufinden, wie wir ein Abomodell entwickeln können, das die Bedürfnisse vieler verschiedener Ansätze erfüllt – zum Wohle der Nachrichtenbranche und der Verbraucher gleichermaßen.

Wir untersuchen auch, wie unsere Machine-Learning- Technologie den Herausgebern helfen kann, potenzielle Abonnenten zu erkennen und so das richtige Angebot für das richtige Publikum zur richtigen Zeit bereit zu stellen.

„Es ist mehr als offensichtlich, dass Werbung allein nicht mehr die Kosten decken kann, die bei Produktion und Vertrieb von qualitativ hochwertigem Journalismus entstehen – gleichzeitig war der gesellschaftliche Bedarf an nachhaltigem und unabhängigem Journalismus noch nie größer als heute. Leserbasierte Einkünfte, auch als Bezahlinhalte bekannt, oder Abonnement-Dienste sind daher nicht ein nettes Extra, sondern eine wesentliche Komponente des Erlösmodells eines Herausgebers“, sagt Jon Slade, FT Chief Commercial Officer. „Die Financial Times begrüßt die Anregungen und Maßnahmen von Google, mit denen das Unternehmen diesen wichtigen Bereich der Medienbranche unterstützt. Wir haben sehr eng mit Google zusammengearbeitet, damit die Bedürfnisse der Verlage verstanden werden und Google unterstützen kann. Dieses gegenseitige Verständnis umfasst, die Menge an Inhalten, die den Lesern kostenlos angeboten werden, steuern zu können, und damit einen fairen Markt für die Entdeckung von Inhalten, optimierte Werbe- und Zahlungsprozesse zu schaffen. Wichtig ist, dass wir auf den Diskussionen und bisher getroffenen Maßnahmen aufbauen und die Entwicklung beschleunigen.“ 

Wir befinden uns noch am Anfang und möchten so viel Feedback wie möglich – von großen und kleinen, überregionalen, regionalen und internationalen Verlagen. So stellen wir sicher, dass wir Lösungen entwickeln, die für alle funktionieren.