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The Keyword Deutschland

#18 Der erste deutsche Gast-Doodler

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Seit dem Bestehen von Google gibt es einige Traditionen, wie zum Beispiel Easter Eggs in den Produkten. Doch nur eine Tradition ist derart präsent: Google Doodles. Immer wieder zieren Bilder oder Animationen die Startseite der Google Suche, manchmal weltweit, manchmal nur in einzelnen Ländern. Dahinter steckt ein Team von Google Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sogenannten Doodler. Aber auch Gastkünstlerinnen und -künstler werden häufig für Illustrationen herangezogen. Und für alle gilt: Sie haben eine Fläche von 500 x 200 Pixeln zur Verfügung, auf der sie ihre Geschichte erzählen können.  

Bald jährt sich der Tag, an dem erstmals ein deutscher Künstler ein Google Doodle erstellte. Jens Bonnke, Illustrator und Grafikdesigner aus Berlin, entwarf als erster Gastkünstler zum Tag des Mauerfalls am 3. Oktober 2014 das Google Doodle. Dass er damit der erste war, war ihm nicht bewusst: 

„Bisher wusste ich nicht, dass ich der erste deutsche Google-Doodle-Künstler war. Eine nette nachträgliche Neuigkeit!“

Ryan Germick, Doodler aus Mountain View, kontaktiere damals Jens Bonnke und fragte ihn, ob er dieses Doodle machen möchte. 

„Mir waren schon mehrere schöne Doodles ins Auge gesprungen. Umso mehr habe mich dann über Ryans Anfrage gefreut.“

Die passende Idee kam Jens nach einigem Überlegen: 

„Es gab verschiedene Ideen und Ansätze, mit denen ich jonglierte. Unter anderem die zwei Google-o’s als miteinander verbundene goldene Ringe - ein West- und ein Ost-Ring - oder zwei sich zuprostenden Bierseidel. Am Ende fiel meine Entscheidung auf eine grafisch reduzierte und plakative Lösung: Ein handgeletterter Schriftzug mit dem Doppel-o als Augen oder Brille plus drei Linien als Mund und Augenbrauen, alles in einer schwarz-rot-gelben Farbpalette.“

Ein GIF zeigt das erste deutsche Google Doodle

Jens Bonnke war damit zwar der erste deutsche Gastkünstler, aber dies war nicht das erste Doodle zum Tag der deutschen Einheit. Erstmals schmückte 2007 ein Google Doodle zu diesem Feiertag die deutsche Google Startseite. 

Das Google Logo mit einer Deutschland-Fahne als "l"

Und seitdem folgte eines an jedem 3. Oktober des Jahres in Deutschland – mal von einem Doodler, mal von weiteren Gastkünstlerinnen und -künstlern wie zum Beispiel dem Illustrator Christoph Niemann zum 30. Jubiläum

Doch auch im Rest des Jahres zieren zahlreiche verschiedene Doodles die Startseiten, bislang mehr als 4.000 um genau zu sein. 

„Besonders gut gefiel mir das Doodle, dass Stephanie Wunderlich zum Thema Strandkorb gemacht hat, genauer gesagt zum Geburtstag seines Erfinders Wilhelm Bartelmann: Eine bezaubernde Strandszene, kulissenartig arrangiert mit ausgeschnittenen Bildelementen.“

Das Google Logo als Strandszene

Die Künstlerin lebt und arbeitet in Hamburg und ihr Doodle erschien in insgesamt fünf Ländern, darunter auch Australien und Neuseeland. 

Und auch wenn bis heute schon einige Geschichten erzählt wurden, so hat Jens Bonnke noch Ideen für weitere: 

„Bei den spezifisch deutschen Doodles denke ich da in Richtung Pop-Musik, die international bekannt ist, beispielsweise Kraftwerk, die Einstürzende Neubauten oder Stereo Total."

Eine Idee, die dem Doodler-Team in Mountain View weitergereicht wird. Wie es dort zugeht, erfahrt ihr übrigens hier in einer unserer „Frag doch Google“-Episoden: 

Ein Video aus der Reihe "Frag Doch Google" über die Entstehung von Doodles
10:25

Und wenn ihr noch mehr über die Geschichte und die Hintergründe von Google Doodles erfahren möchtet, schaut auch auf unserer About Seite vorbei, hier erhaltet ihr einen weiteren Blick hinter die Kulissen der Google Doodles



Ein gezeichnetes Bild von einem Mann, der Akten durchsucht

Über Jens Bonnke

Der gebürtige Pariser Jens Bonnke arbeitet als Illustrator und Grafikdesigner in Berlin. Seine bereits mehrfach ausgezeichneten Illustrationen erscheinen regelmäßig in Zeitungen und Magazinen und finden sich auch in TV Shows für Kinder oder der Werbebranche wieder. Wenn er nicht selbst gerade zeichnet, unterrichtet Jens Bonnke an Kunsthochschulen in Leipzig, Halle und Berlin.